Wirtschaft

Kurz vor Weihnachtsgeschäft Kauflaune leidet unter Corona und Inflation

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Vielerorts gilt beim Einkaufen eine Maskenpflicht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Stimmung bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ist wenig weihnachtlich. Steigende Preise und immer neue Corona-Höchstwerte trüben die Stimmung. Die Anschaffungsneigung fällt auf ein Neun-Monats-Tief.

Die vierte Corona-Welle und die steigenden Preise verhageln Deutschlands Verbraucherinnen und Verbrauchern wenige Wochen vor Weihnachten die Stimmung. Das von der GfK ermittelte Konsumklima sinkt im Dezember deutlich um 2,6 auf minus 1,6 Punkte, wie das Marktforschungsunternehmen mitteilte. Die Sparneigung steigt wieder, die Anschaffungsneigung geht zurück - und sinkt auf ein Neun-Monats-Tief.

Noch im vergangenen Monat hatte das Konsumklima den höchsten Wert seit April 2020 erreicht, als nach dem Schock des ersten Lockdowns in der Corona-Pandemie die Konsumstimmung wieder angestiegen war. Jetzt ließen die vierte Welle der Corona-Pandemie und die hohe Inflationsrate von derzeit mehr als vier Prozent die Kaufkraft "dahinschmelzen", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. Das dämpfe die Aussichten für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft.

Die Verbraucherinnen und Verbraucher reagieren auf die Nachrichten, dass die Erholung der deutschen Wirtschaft ins Stottern gekommen ist. Schuld sind vor allem unterbrochene Lieferketten. Ihre Konjunkturerwartung sinkt daher, und zwar zum zweiten Mal in Folge. Deshalb erleidet laut GfK auch die Einkommenserwartung Einbußen. Sie sind allerdings nicht so stark wie im Oktober. "Im Sog sinkender Konjunktur- und Einkommensaussichten büßt auch die Anschaffungsneigung im November ein", erläuterte Bürkl. Ein niedriger Wert wurde für diesen Indikator zuletzt im Februar 2021 gemessen.

Für ihre repräsentativen Studien zum Konsumklima führt die GfK monatlich Interviews mit Verbraucherinnen und Verbrauchern zu ihrer Konjunkturerwartung, ihrer Einkommenserwartung und ihrer Anschaffungsneigung. Für die aktuelle Erhebung wurden vom 4. bis 15. November rund 2000 Menschen befragt. Der Konsum gilt als eine wichtige Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Der Konsumklima-Index hatte vor Ausbruch der Corona-Pandemie jahrelang um die zehn Punkte gelegen. Der Wert von 1,0 Punkten im Oktober war der höchste seitdem.

Quelle: ntv.de, ses/AFP/dpa

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