Wirtschaft

Vor der Landtagswahl Kemmerich verzichtet auf Spitzenkandidatur

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Kurz war er die Nummer 1 im Freistaat - bei der anstehenden Wahl verzichtet er auf diese Position in der eigenen Partei: Thomas Kemmerich.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

In nur wenigen Sekunden wird der Thüringer FDP-Chef bundesweit bekannt - und mit Verzögerung zur Belastung für seine Partei. Bei der anstehenden Landtagswahl nimmt er nun von einer Spitzenkandidatur Abstand. Vom Landesvorsitz lassen will er aber nicht.

Der Thüringer Kurzzeitministerpräsident Thomas Kemmerich verzichtet auf eine neue Spitzenkandidatur für die FDP bei der Landtagswahl im kommenden Jahr. "Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschieden, für die Spitzenkandidatur bei einer auf den 25. April 2021 vorgezogenen Landtagswahl eine andere Person vorzuschlagen", sagte Kemmerich dem "Focus" laut Mitteilung. Dies werde er "nach der beabsichtigten Auflösung des Landtags tun".

Kemmerich begründete den Schritt mit dem Wirbel um sich. "Ich möchte nicht, dass der Wahlkampf von Auseinandersetzungen um meine Person überlagert wird." Er wolle aber FDP-Landesvorsitzender bleiben und auch wieder für den Landtag kandidieren.

Kemmerich war im Februar mit Stimmen von CDU und AfD zum Thüringer Ministerpräsidenten gewählt worden. Nach breiten Protesten trat er kurz danach wieder zurück - seither ist der Linken-Politiker Bodo Ramelow wieder Ministerpräsident als Chef einer rot-rot-grünen Minderheitsregierung.

Im kommenden Jahr soll der Landtag neu gewählt werden. Zuletzt entzog die FDP-Bundesspitze im Oktober Kemmerich ihre Unterstützung. Dieser hatte sich zu der Zeit noch offen gelassen, ein weiteres Mal als FDP-Spitzenkandidat in Thüringen anzutreten.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP

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