Wirtschaft

Hunderte Milliarden weg Krypto-Markt crasht: Bitcoin, Ether & Co. brechen ein

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Chinas Zentralbank schließt Schlupflöcher und erweitert bestehende Beschränkungen für die Nutzung von Kryptowährungen.

(Foto: picture alliance / Daniel Kalker)

Seit dem Höchststand, den Bitcoin vor gut einem Monat verzeichnete, geht es für die Cyber-Leitwährung deutlich bergab. Dazu trug zeitweise Tesla-Chef Elon Musk mit seinen Kommentaren bei und nun die Ankündigung der chinesischen Behörden, die Verwendung von Kryptowährungen weiter einzuschränken.

Nach Ankündigungen neuer Restriktionen von Kryptowährungen in China ist der Bitcoin-Kurskräftig abgerutscht. Der Kurs verlor zeitweise rund 25 Prozent auf 33.000 Dollar, nachdem er kurz zuvor noch bei über 43.600 Dollar gelegen hatte. In den Tagen zuvor hatten bereits Spekulationen um Bitcoin-Verkäufe des Elektroautobauers Tesla die Cyber-Devise auf Talfahrt geschickt.

Bitcoin
Bitcoin 43.512,00

Auch andere Krypto-Währungen brachen nun ein. Die zweitwichtigste digitale Währung Ether, die mit dem Ethereum-Blockchain-Netzwerk verbunden ist, gab rund 30 Prozent nach. Die Kryptowährung Dogecoin fiel um 40 Prozent, wie aus Angaben der Bewertungswebseite Coingecko hervorging. Auch die in Frankfurt gelisteten Aktien der Krypto-Börse Coinbase gaben um sechs Prozent nach. Trotz des jüngsten Kursrutsches liegen die bekannten Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether und Dogecoin noch ein Vielfaches über ihrem Wert vor einem Jahr.

Angeheizt wurde der Preisverfall nun durch Ankündigungen Chinas, Finanzinstituten zu verbieten, Dienstleistungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen anzubieten. Damit verschärften die chinesischen Regulierungsbehörden ihr Durchgreifen bei digitalen Währungen. Viele der neuen Regelungen erweitern bereits bestehende Beschränkungen und schließen Schlupflöcher. Zudem warnten hatten chinesische Bankenverbände am Dienstag Investoren vor "Spekulationen" gewarnt und Finanzinstitute dazu aufgerufen, Kryptowährungen als Zahlungsmittel weder zu akzeptieren noch zu benutzen. Die Verbände verwiesen unter anderem auf den im Ausland zuletzt stark schwankenden Kurs der virtuellen Währungen - Spekulationen rund um das digitale Geld hätten hingegen sprunghaft zugenommen.

China arbeitet an eigener Digitalwährung

Das alles schade insgesamt der Sicherheit der Güterversorgung und bringe das weltwirtschaftliche Gefüge durcheinander, warnten die Bankenverbände. China hatte 2019 Zahlungen im Land mit digitalen Währungen für illegal erklärt und diesen Schritt mit Sorgen um das Finanzsystem und die soziale Stabilität begründet. Das Land arbeitet zugleich aber an einer eigenen Kryptowährung, die jedoch von der Zentralbank flankiert werden soll und damit anders gelagert ist als andere Digitalwährungen.

Der Bitcoin-Kurs ist extrem anfällig für öffentliche Äußerungen und Zuspruch durch bekannte Persönlichkeiten. So rüttelte zuletzt etwa Tesla-Chef Elon Musk den Kurs durcheinander - indem der Autobauer zunächst Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptierte und dann wieder davon abrückte. Zudem hatte Musk sich zeitweise geradezu euphorisch vor allem über Dogecoin geäußert, war zuletzt aber mit Kritik hervorgetreten.

Quelle: ntv.de, mbo/AFP/rts

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