Im Alter von 63 JahrenL'Osteria-Gründer stirbt bei Rallye-Unfall auf Mallorca

Vom jüngsten McDonald’s-Franchisenehmer Deutschlands zum Mitgründer zweier großer Restaurantketten: Klaus Rader prägte die Systemgastronomie. Nun ist der Unternehmer bei einer Rallye auf Mallorca tödlich verunglückt.
Klaus Rader, der Gründer der Restaurantkette L'Osteria, ist tot. Der 63-Jährige starb bei einem Autounfall während der "Rallye 550 Challenge Mallorca". Das berichteten mehrere Medien übereinstimmend. Das Fahrzeug des Geschäftsmannes kam laut "Mallorca Zeitung" auf einer Landstraße zwischen den Orten Pollença und Lluc von der Fahrbahn ab und stürzte in eine Schlucht. Rader kam dabei ums Leben, seine 39-jährige Beifahrerin wurde Polizeiangaben zufolge am Rückenmark verletzt.
Bei der Co-Pilotin soll es sich laut "Bild"-Zeitung um die Rennfahrerin Christina Ettel handeln. Rettungskräfte hätten demnach in das schwer zugängliche Gelände hinabsteigen müssen, um die Insassen zu bergen und zu versorgen. Der Rallye-Veranstalter stoppte das Rennen kurz nach dem Unfall. "Die Organisation möchte ihr tief empfundenes Mitgefühl ausdrücken und den Familienangehörigen sowie den Nahestehenden ihr aufrichtiges Beileid aussprechen", heißt es in einer Mitteilung. "Ihnen gilt in dieser schweren Zeit unsere volle Unterstützung und Anteilnahme."
Rader zählte zu den erfolgreichsten deutschen Systemgastronomen. Der gelernte Hotelkaufmann wurde mit 25 Jahren zum jüngsten McDonald's-Franchisenehmer Deutschlands und betrieb zeitweise sechs Filialen. Gemeinsam mit Friedemann Findeis übernahm er 1999 ein italienisches Restaurant in Nürnberg und entwickelte daraus L'Osteria. 2002 gehörten beide auch zu den Mitgründern von Vapiano.
Mit XXL-Pizzen, einem einheitlichen Konzept und der Expansion über Franchisepartner formten Rader und Findeis L'Osteria zu einer der größten deutschen Restaurantketten mit mehr als 200 Standorten in Europa. 2023 verkauften sie die Mehrheit an den Investor McWin. L'Osteria wurde dabei mit rund 400 Millionen Euro bewertet. Rader blieb Minderheitsgesellschafter und Mitglied des Aufsichtsrats.