Vier Jahrzehnte im UnternehmenLangjähriger Miele-Chef stirbt im Alter von 98 Jahren

Miele trauert um Peter Christian Zinkann: Der langjährige Chef des Haushaltsgeräte-Herstellers ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Über vier Jahrzehnte prägte er die Entwicklung des Gütersloher Familienunternehmens.
Der frühere Chef des Haushaltsgeräte-Herstellers Miele, Peter Christian Zinkann, ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Man trauere um eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit, teilte das Unternehmen in Gütersloh mit.
Zinkann kam 1928 in Bremen zur Welt, 1945 zog er mit seiner Familie nach Gütersloh. Nach einem Maschinenbau-Studium samt Promotion startete er den Angaben zufolge 1958 bei der Firma, die sein Großvater Reinhard Zinkann gemeinsam mit Carl Miele 1899 gegründet hatte. Mehr als vier Jahrzehnte leitete er die Firma, 2004 schied er kurz nach dem Tod seines Geschäftspartners Rudolf Miele 2004 als geschäftsführender Gesellschafter aus. Sein Sohn Reinhard Zinkann ist seit 1999 Mitglied der Miele-Geschäftsleitung.
Mit Blick auf das Leben von Peter Christian Zinkann würdigte das Unternehmen seine "entscheidende Rolle" beim Erfolg von Miele. In Zinkanns Zeit brachte das mittelständische Unternehmen etwa 1966 einen elektronisch gesteuerten Trockner auf den Markt, ab 1986 Spülmaschinen mit Besteckschubladen und 2001 die Miele-Schontrommel.
Miele kam im vergangenen Jahr eigenen Angaben zufolge auf einen Umsatz von 5,16 Milliarden Euro und damit 2,3 Prozent mehr als 2024. Davon entfiel mehr als eine Milliarde Euro auf den Bereich der Gewerbekunden. Auch der Umsatz mit Privatkunden sei gewachsen, sagte Markus Miele. Aber nicht so stark wie im Businessbereich. Über alle Sparten hinweg steigerte Miele im Vorjahresvergleich den Geräteabsatz um 2 Prozent auf 3,6 Millionen Stück. Zum Gewinn äußert sich das Familienunternehmen traditionell nicht.
Miele hat im vergangenen Jahr außerdem das Programm erfolgreich abgeschlossen, durch das eine halbe Milliarde Euro eingespart worden ist. Die Personalkosten sind laut Unternehmensangaben um mehr als 120 Millionen Euro gesenkt worden, dabei konnten betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland vermieden werden. Weltweit ging die Zahl der Mitarbeiter um 2,4 Prozent auf knapp 23.000 zurück.