Wirtschaft

Gründer erwägt Rückkauf von Niki Lauda mischt bei Air-Berlin-Verkauf mit

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Déjá-vu: Der Ex-Formel-1-Star Niki Lauda zeigt nach der Insolvenz von Air Berlin Interesse an der von ihm gegründeten Fluglinie.

(Foto: picture alliance / dpa)

Niki Lauda hat Interesse, seine ehemalige Fluglinie Niki aus der Insolvenzmasse von Air Berlin zurückzukaufen. Der Termin, um einen Blick in die Bücher zu werfen, steht. Ob er sich gegen Favorit Lufthansa durchsetzen kann, ist offen.

Niki Lauda, Ex-Formel-1-Star, Luftfahrtunternehmer und Gründer der Air Berlin-Tochter Niki, kann sich eine Übernahme seiner ehemaligen Gesellschaft vorstellen. "Ich habe einen Brief an den Insolvenzverwalter von Air Berlin geschrieben, in dem ich mein Interesse an FlyNiki bekunde", sagte Lauda der österreichischen "Kronen-Zeitung".

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Er wolle die Papiere sehen und so "die gleiche Chance haben wie die Lufthansa, die das von langer Hand geplant hat", sagte Lauda weiter. Der Termin beim Insolvenzverwalter steht inzwischen. "Ich habe einen Brief bekommen, mit der Einladung, mir die Papiere anzuschauen. Dienstag habe ich bei ihm bereits einen Termin", verriet Lauda der Tageszeitung "Österreich".

Lauda hatte eine mögliche Übernahme durch die deutsche Airline zuvor scharf kritisiert. Wie Ryanair-Chef Michael O'Leary fürchtet der dreifache Formel-1-Weltmeister eine beherrschende Stellung der Lufthansa vor allem im deutschen Markt.

Für den ehemaligen Rennfahrer ist die Fliegerei mehr als ein Hobby. Schon während seiner Karriere als Formel-1-Fahrer besaß Lauda die Fluglizenz. Später mauserte er sich zum Luftfahrtunternehmer. Seine Fluglinie Niki gründete er 2003. Später verkaufte der Österreicher Anteile. Heute hält die in die Insolvenz geschlitterte Air Berlin 49,8 Prozent an Niki, der Rest ist in einer Stiftung geparkt.

Niki war nicht die einzige Airline von Lauda. 1979 hatte der Österreicher bereits Lauda Air gegründet. Sie wurde 2004 zu einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Austrian Airlines.

Air Berlin verhandelt derzeit unter Hochdruck mit Lufthansa, Easyjet und Ryanair über Lösungen. Die Zeit drängt, mit dem Rückgang der Buchungen droht das Geld auszugehen und der Vertrag über Staatshilfen hängt immer noch in der Schwebe.

Quelle: n-tv.de, ddi/dpa