Wirtschaft

Geld für Initiative Tierwohl Lidl hilft Landwirten mit Millionenspritze

imago0096195994h.jpg

Über die ITW soll das Geld direkt an die Landwirte gehen.

(Foto: imago images/STPP)

Mit der Initiative Tierwohl sollen nachhaltige Landwirtschaft betrieben und gleichzeitig die coronabedingten Umsatzeinbrüche bei Bauern abgefedert werden. Mit dem Handelskonzern hinter Lidl und Kaufland findet sich nun ein prominenter Unterstützer - der gleich eine Millionenhilfe beisteuert.

Die Schwarz Gruppe, die unter anderem die Lebensmittelmärkte Lidl und Kaufland betreibt, hat eine millionenschwere Geldspritze für Landwirte angekündigt. Wie ntv erfuhr, will der größte Handelskonzern Europas im Laufe des Jahres 2021 über die Initiative Tierwohl (ITW) 50 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Diese Entscheidung gab das Unternehmen im Anschluss an den von Unternehmenschef Klaus Gehrig geforderten Dringlichkeitsgipfel mit Spitzen der Handelsunternehmen und Bundesagrarministerin Julia Klöckner bekannt. Vor wenigen Tagen hatte Gehrig bereits pragmatische und schnelle Hilfen für Landwirte angekündigt.

Mit den Mitteln sollen insbesondere Landwirte dabei unterstützt werden, die durch die Corona-Pandemie und die Afrikanische Schweinepest verursachten Schwierigkeiten im Markt abzufedern. "Über die Initiative Tierwohl ist sichergestellt, dass das Geld direkt an die Landwirte in Deutschland verteilt wird. Außerdem unterstützen wir damit die Landwirte, die sich zur Förderung des Tierwohls verpflichtet haben", sagte Gehrig.

Gleichzeitig richtete Gehrig einen Appell an die Politik, sie solle für weitere Gespräche zur Verfügung stehen, um die Probleme in der Landwirtschaft unter Einbeziehung aller Marktteilnehmer anzugehen. Wie die Gelder konkret verteilt werden können und wie eine Auszahlung im einzelnen geregelt werden kann, solle jetzt gemeinsam mit der ITW ausgearbeitet werden.

Die Initiative Tierwohl will eine höhere finanzielle und gesellschaftliche Wertschätzung der landwirtschaftlichen Arbeit erreichen. Ab 2021 soll ein fest definierter Tierwohl-Aufpreis über den Markt gezahlt werden. Der Kunde im Einzelhandel kann sich dann bewusst für ITW-Ware entscheiden. Bauern, die sich der Initiative anschließen, verpflichten sich, ihren Tieren (vorwiegend Schweine, Hühner und Puten), mehr Freiraum und Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten.

Quelle: ntv.de, mba

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen