Wirtschaft

GDL setzt harte Linie fort Lokführer wollen wieder streiken

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Reisende müssen wieder mit Zugausfällen rechnen - oder sich Alternativen suchen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der letzte Streik ist gerade vorbei, da kündigt die Lokführergewerkschaft GDL bereits den nächsten an. Man sehe sich gezwungen, die Arbeit erneut auszusetzen, heißt es. Reisende müssen sich damit erneut auf erhebliche Behinderungen einrichten.

Der Konflikt zwischen der Lokführergesellschaft GDL und der Deutschen Bahn geht in eine neue Runde. Wie die Gewerkschaft mitteilte, wollen die Lokführer erneut streiken. "Erneut zwingt die Deutsche Bahn die eigenen Lokomotivführer, Lokrangierführer und Zugbegleiter zum Arbeitskampf", heißt es in der Mitteilung. Wann und wie lange gestreikt werden soll, ist noch unklar. Um 16 Uhr will sich die GDL äußern.

Die Deutsche Bahn hat die neuerliche Streikankündigung der Lokführergewerkschaft GDL als "unverantwortlich" bezeichnet. Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber forderte die GDL dazu auf, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. "Wir brauchen eine Gesamtschlichtung: Über Struktur, über Arbeitszeit, über Geld", sagte Weber.

GDL weist Verantwortung von sich

Weber sprach wörtlich von einer "unverantwortlichen Streikankündigung der GDL". Die Ankündigung geschehe "ohne Sinn und ohne Not". Die Deutsche Bahn wolle, anders als die GDL dies darstelle, eine Lösung. "Wir wollen Ergebnisse, und zwar solche, die lange halten", sagte Weber. "Mit Arbeitskämpfen lösen wir gar nichts. Null." Die Bahn habe noch am Montagmorgen dringend darum gebeten, von weiteren Streiks abzusehen. "Der Königsweg heißt sprechen - und nicht streiken", sagte Weber.

Die GDL sieht die Verantwortung für neuerliche Streiks alleine bei der Bahn. Der Konzern habe bewiesen, dass in den Verhandlungen keinerlei Ergebnisse erzielt werden sollten, erklärte die GDL. Vielmehr solle der Tarifabschluss bis zum Inkrafttreten des Tarifeinheitsgesetzes verschleppt werden.

Erst am 10. Mai war ein fast sechstägiger Ausstand zu Ende gegangen. Es war der längste Streik in der 21-jährigen Geschichte der Deutschen Bahn AG. Nur jeder zweite geplante Zug konnte nach Unternehmensangaben während des Streiks fahren. Die Bahn plädiert für ein Schlichtungsverfahren über den gesamten Tarifkomplex.

Quelle: n-tv.de, fma/dpa/DJ

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