Wirtschaft

Brexit mit Folgen für Standorte London verliert bei Direktinvestitionen

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London verliert Rang eins in Europa.

(Foto: picture alliance / Will Oliver/E)

Der Brexit hat für den Standort Großbritannien jetzt schon Folgen: So löst laut einer aktuellen Studie Paris London als Europas Standort Nummer eins für ausländische Direktinvestitionen ab. Auch für Deutschland sind die Aussichten gut.

Paris hat laut einer Studie der Wirtschaftsberatung von Ernst & Young (EY) gemessen an den ausländischen Direktinvestitionen London als Europas Top-Standort abgelöst. Dies sei eine Folge des geplanten EU-Austritts und der Wirtschaftsreformen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, zur Liberalisierung des französischen Arbeitsmarktes. Für 37 Prozent der Unternehmen sei die französische Hauptstadt die Top-Adresse. Paris liegt damit erstmals in den Befragungen vor London.

Berlin kam in dem Ranking, für das 2017 gut 500 Konzerne befragt wurden, auf dem dritten Platz, Frankfurt auf den vierten Rang. Auf Länderebene verteidigte Großbritannien mit 1205 neuen Projekten ausländischer Investoren seine Führung. Es folgen Deutschland (1124) und Frankreich (1019). Allerdings ging die Zahl in Großbritannien zum Jahr zuvor um sechs Prozent zurück, während die von Frankreich um 31 Prozent stieg.

Mit diesen Investitionen in Deutschland sind demnach 31.000 neue Jobs verbunden. Punkten kann Deutschland bei den Investoren laut EY vor allem mit der Qualifizierung der Arbeitskräfte, der Verkehrsinfrastruktur und mit einem stabilen politischen und rechtlichen Umfeld. Verschlechtert hat sich allerdings das Ansehen der Telekommunikationsstruktur im Land. Der Untersuchung zufolge besteht bei Investoren eine gewisse "Skepsis in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit des Digitalstandorts Deutschland".

Quelle: n-tv.de, sgu/AFP/rts

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