Wirtschaft

"Eines der besten Quartale" Lufthansa verdreifacht Gewinne

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Lufthansa-Chef Carsten Spohr sieht das Unternehmen "auf dem richtigen Weg".

(Foto: dpa)

Billiges Öl, steigende Passagierzahlen, bessere Auslastung - bei der Lufthansa läuft es derzeit. Die größte deutsche Fluggesellschaft verdreifacht die Gewinne. Entsprechend hebt der Konzern die Prognose für das Gesamtjahr an - allerdings unter einem Vorbehalt.

Die Lufthansa hat ihren Gewinn seit Jahresbeginn trotz der teils massiven Streiks kräftig gesteigert. Die größte deutsche Fluggesellschaft erwirtschaftete in den ersten neun Monaten seit Jahresbeginn 1,75 Milliarden Euro und verdreifachte damit ihren Gewinn vom Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen mitteilte. Allein im dritten Quartal standen unterm Strich demnach 794 Millionen Euro, 41,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

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Finanzchefin Simone Menne begründet die rosigeren Aussichten mit den guten Geschäften im Sommer: "Das dritte Quartal war eines der besten in der Lufthansa-Geschichte." Im Zeitraum von Juli bis Ende September stieg der Betriebsgewinn um 51 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Getragen wurde der Höhenflug durch mehr Passagiere: In den ersten neun Monaten nahm ihre Zahl konzernweit um zwei Prozent auf 83 Millionen zu. Insbesondere in den Urlaubs-Monaten waren die Maschinen häufig bis auf den letzten Platz ausgebucht. Auch der niedrige Ölpreis habe deutlich zu dem guten Ergebnis beigetragen.

Künftige Streikkosten nicht berücksichtigt

Die Billigtochter Germanwings habe die Gewinnschwelle nicht nur erreicht, sondern mit einem zweistelligen Millionenbetrag deutlich überschritten, erklärte Konzernchef Carsten Spohr. Die Airline Swiss verdoppelte den Angaben zufolge ihr Ergebnis, auch Austrian Airlines schrieb schwarze Zahlen.

Lufthansa-Chef Spohr sah das Unternehmen "auf dem richtigen Weg". Die Neuausrichtung des Konzerns "materialisiert sich nun auch in guten Ergebnissen", erklärte er. Gerade im Sommer habe die Auslastung deutlich verbessert werden können. Zudem sei der Konzern effizienter geworden - "nicht zuletzt weil wir eiserne Kapazitätsdisziplin üben", führte Spohr aus. So habe die Lufthansa auf Wachstum verzichtet und 25 Flugzeuge weniger im Einsatz als noch 2012 geplant.

Für das Gesamtjahr hob die Lufthansa ihre Gewinnprognose an. Das Unternehmen rechne für 2015 mit einem operativen Ergebnis von 1,75 bis 1,95 Milliarden Euro. "Streikkosten, die noch bis Jahresende entstehen könnten, sind hierbei nicht berücksichtigt", erklärte die größte deutsche Fluggesellschaft. Lufthansa-Passagiere müssen ab November mit Streiks der Flugbegleiter rechnen. Auch der Tarifkonflikt mit den Piloten ist weiter ungelöst, bei ein Gericht deren Streikpraxis erheblich eingeschränkt hatte.

Quelle: n-tv.de, bdk/AFP/rts

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