Wirtschaft

Euro bremst Wachstum "Made in Germany" zurzeit für viele zu teuer

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Hamburg ist für viele deutsche Exporteure das Tor zur Welt.

(Foto: picture alliance / Christian Cha)

Der Schwung der deutschen Wirtschaft ebbt zum Jahresstart ab. Nur noch um schlappe 0,3 Prozent wächst das BIP. Der starke Euro ist den Export-Unternehmen ein Klotz am Bein - doch bessere Zeiten sind schon in Sicht.

Wegen des schwächeren Außenhandels hat die deutsche Wirtschaft zum Jahresbeginn an Schwung verloren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal 2018 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal und damit nur noch halb so stark wie Ende 2017, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit eine erste Schätzung.

Im vierten Quartal des vergangenen Jahres hatte sich die Leistung von Europas größter Volkswirtschaft um 0,6 Prozent erhöht. Ursache der leichten Wachstumsdelle war vor allem der Außenhandel. Die Importe und Exporte waren im Vergleich zum Vorquartal rückläufig. Der starke Euro belastete nach Einschätzung von Ökonomen die Geschäfte der deutschen Exportwirtschaft. Dadurch werden Waren "Made in Germany" auf dem Weltmarkt teurer. Das kann die Nachfrage dämpfen.

Erstmals seit knapp fünf Jahren sanken den Statistikern zufolge zudem die Konsumausgaben des Staates, zu denen unter anderem soziale Sachleistungen und Gehälter der Mitarbeiter zählen. Das schwächte das Wirtschaftswachstum ebenfalls. Getragen wurde die Konjunktur vor allem von den Investitionen der Unternehmen in Maschinen und andere Ausrüstungen sowie dem Bauboom.

Hinzu kam die Konsumlust der Verbraucher. Ökonomen gehen davon aus, dass das Wirtschaftswachstum wieder an Tempo gewinnt. "Nach der Wachstumsdelle im Winter dürfte die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal wieder kräftiger expandieren", hieß es im jüngsten Bundesbank-Monatsbericht. Die Notenbank verwies unter anderem auf die gut gefüllten Auftragsbücher der Unternehmen.

Quelle: n-tv.de, vpe/dpa

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