Wirtschaft

Konzern investiert kräftig in KIMetas Gewinn bricht nach teurem Vergleich ein

21.10.2026, 23:59 Uhr
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Metas Anzeigengeschäft läuft weiterhin rund. (Foto: dpa)

Wenige Stunden nachdem ein Gericht eine Milliardenstrafe gegen Meta verhängt, legt der Facebook-Konzern seine Quartalszahlen offen. Die sehen überraschend gut aus, allerdings nur, was den Umsatz angeht.

Der milliardenschwere Vergleich in einem US-Prozess um Jugendschutz hat Meta im dritten Quartal einen Gewinneinbruch eingebrockt. Die Facebook-Mutter gab nun aber dennoch ein überraschend starkes Wachstum bekannt. Zudem hob sie ihre Investitionsprognose für 2026 etwas an.

Der Konzern sagte für den Ausbau seiner KI-Infrastruktur Ausgaben zwischen 135 und 145 Milliarden Dollar voraus. Zuvor hatte die Spanne bei 130 bis 145 Milliarden gelegen. Zur Finanzierung dieser Projekte will Meta neue stimmrechtslose Aktien ausgeben. Damit sichert sich Firmengründer und -chef Mark Zuckerberg die Kontrolle.

In den vergangenen Monaten hat Meta den Umsatz überraschend deutlich gesteigert, um rund ein Viertel auf 64,6 Milliarden Dollar. Das Anzeigengeschäft auf Facebook und Instagram boomt weiterhin. Der Gewinn halbierte sich dagegen auf 3,83 Dollar je Aktie. Ohne die Belastungen aus dem Vergleich wäre er dagegen auf 7,40 Dollar gestiegen. Im August hatte sich Meta zu einer Zahlung von insgesamt bis zu 18 Milliarden Dollar bereit erklärt, um einen Prozess um das angebliche Suchtpotenzial seiner Plattformen Facebook und Instagram beizulegen.

Metas Geschäfte beschäftigen noch weitere Gerichte. Wenige Stunden vor Veröffentlichung der Zwischenbilanz verurteilte ein Richter das Unternehmen zu einer Strafe von 25 Milliarden Dollar. Es habe Nutzer im Zusammenhang mit dem Datenskandal bei der Politikberatungsfirma Cambridge Analytica getäuscht. Meta will dagegen in Berufung gehen.

Meta-Chef Zuckerberg äußerte sich optimistisch zum Ausblick. "Unsere Investitionen zahlen sich aus, das Kerngeschäft ist stark, und wir verzeichnen auf breiter Front eine hohe Dynamik." Er stellte für das laufende Quartal einen Konzernumsatz zwischen 73 und 76 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten hatten im Schnitt 73,73 Milliarden vorhergesagt. Meta-Aktien stiegen nachbörslich um rund fünf Prozent.

Quelle: ntv.de, ino/rts

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