Wirtschaft

Sparen für den KI-BoomMicrosoft bietet jedem vierten Mitarbeiter eine Abfindung an

26.10.2026, 21:12 Uhr
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Microsoft befürchtet, der KI-Boom werde zu einem massiven Abbau von Arbeitsplätzen führen. (Foto: IMAGO/Panama Pictures)

Microsoft steckt immer größere Summen in Rechenzentren und Chips für Künstliche Intelligenz. Zugleich soll die Belegschaft flexibler und der Konzern günstiger werden. Dafür legt der Tech-Riese bereits das zweite Abfindungsprogramm innerhalb eines Jahres auf.

Der Microsoft-Konzern hat 60.000 Mitarbeitern Abfindungen angeboten - gut einem Viertel der weltweiten Belegschaft. Berechtigt seien Beschäftigte in den USA, Kanada, Indien und Großbritannien, erklärte Personalchefin Amy Coleman. Es ist bereits das zweite Abfindungsprogramm bei Microsoft in diesem Jahr.

"Das freiwillige Austrittsangebot spiegelt einen wichtigen Teil der Art und Weise wider, wie wir unseren Ansatz für Veränderungen weiterentwickeln: Wir schaffen mehr Flexibilität und, wo möglich, mehr Wege für die Mitarbeiter, ihr nächstes Kapitel zu gestalten", schrieb Coleman in einer Nachricht an die Mitarbeiter. Das von Bill Gates mitgegründete Unternehmen will Kosten senken, um milliardenschwere Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) zu ermöglichen.

Hintergrund sind Befürchtungen, der KI-Boom werde zu einem massiven Abbau von Arbeitsplätzen führen. Gates hatte erst im August in einem Blogbeitrag vor der Vernichtung von Arbeitsplätzen durch KI gewarnt. Vor allem junge Menschen hätten künftig kaum noch Chancen, eine Stelle zu finden, warnte der Unternehmer.

Microsoft beziffert seine Investitionen in Rechenzentren und Chips für KI im laufenden Jahr auf 130 bis 145 Milliarden Dollar (rund 116 bis 129 Milliarden Euro). Das wäre fast doppelt so viel wie 2025. Ende Juni beschäftigte der Konzern 223.000 Menschen, rund 5000 weniger als Ende des vergangenen Jahres. Bereits im April hatte das Unternehmen ein freiwilliges Vorruhestandsprogramm angekündigt, das rund 8600 Mitarbeitern betraf. Mehr als 30 Prozent nahmen das Angebot an.

Quelle: ntv.de, mba/AFP

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