Wirtschaft

Börsengang oder Verkauf Mister Spex plant die Zukunft

Seit acht Jahren zeigt Mister Spex mittlerweile, wie man heute Brillen kauft. Für Gründer Dirk Graber höchste Zeit zu überlegen, was als nächstes kommt. Zum Beispiel der Einstieg eines strategischen Investors. Greift Fielmann zu?

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Dirk Graber schaut durch die Brille und in die Zukunft.

Online-Brillenhändler Mister Spex steht vor weitreichenden Veränderungen. "Wir werden in den nächsten 18 bis 36 Monaten entweder an die Börse gehen oder eine Mehrheit an einen strategischen Investor verkaufen" sagte Gründer und Geschäftsführer Dirk Graber der "Welt am Sonntag".

Für das Unternehmen stelle sich acht Jahre nach dem Start die Frage, wie es weiter gehe. Als Investor komme eher ein internationales als ein nationales Unternehmen infrage. Auf die Frage, ob auch ein Verkauf an den deutschen Marktführer Fielmann denkbar sei, sagte Graber: "Wir waren noch nicht bei Fielmann, um an sie zu verkaufen. Ich glaube auch, dass der Zug abgefahren ist."

Fielmann verfügt noch nicht über einen eigenen Onlinehändler für Brillen. In der Branche gibt es Spekulationen darüber, ob das Hamburger Unternehmen einen Zukauf plant. Es habe noch keine Marktbereinigung in der Optikerbranche gegeben, so Graber. Zudem wirft er den Betrieben Intransparenz bei den Preisen vor. "Bei der Brille wird das Geld mit dem Glas verdient. Fassungen sind im Preis je nach Optikerbetrieb nicht so unterschiedlich. Insgesamt ist der Brillenpreis so wenig transparent wie bei kaum einem anderen Produkt", sagte Graber.

Graber hält nach eigenen Angaben noch etwa fünf Prozent der Anteile an Mister Spex, größter Einzelgesellschafter ist eine Tochterfirma von Goldman Sachs.

Quelle: n-tv.de, sla/DJ

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