Wirtschaft

Sturz von Privatjacht Nächster Todesfall unter russischen Top-Managern

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Kurz vor seinem Tod nahm Peschorin an einer Wirtschaftskonferenz in Wladiwostok teil.

(Foto: picture alliance/dpa/TASS)

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Wieder stirbt ein hochrangiger russischer Manager unter seltsamen Umständen. In Wladiwostok ziehen Rettungskräfte die Leiche von Iwan Peschorin aus dem Meer. Der 39-Jährige soll zuvor von einer Privatjacht gefallen sein.

Ein weiterer russischer Manager aus dem Energie-Sektor ist unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen: Iwan Peschorin, Geschäftsführer der Corporation for the Development of the Far East and the Arctic (ERDC), stürzte russischen Medienberichten zufolge am Samstag bei voller Geschwindigkeit von einer Privatjacht nahe der Russki-Insel bei Wladiwostok. Demnach hielt der 39-Jährige sich mit Freunden auf dem Boot auf. Am Montag wurde seine Leiche aus dem Japanischen Meer geborgen. Wenige Tage vor seinem Tod hatte Peschorin am Östlichen Wirtschaftsforum teilgenommen, das Präsident Wladimir Putin in Wladiwostok veranstaltet hatte. Auf der Konferenz hielt Peschorin auch eine Rede.

"Ivans Tod ist ein irreparabler Verlust für Freunde und Kollegen, ein großer Verlust für das Unternehmen", gab ERDC in einem veröffentlichten Statement bekannt. Nach Angaben der russischen Tageszeitung "Komsomolskaja Prawda" war Peschorin für die Erschließung von Bodenschätzen in der Arktis und die Modernisierung der Luftfahrtindustrie im Fernen Osten verantwortlich. Erst im Februar war Peschorins Amtsvorgänger bei ERDC, Igor Nosow, im Alter von 43 Jahren gestorben. Als offizielle Todesursache gilt ein Schlaganfall.

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine erschütterten mehrere Todesfälle Russlands Wirtschaftswelt.

  • Im Februar wurde Alexander Tjuljakow, stellvertretender Generaldirektor von Gazprom, erhängt in seiner Villa gefunden. Bei ihm entdeckte die Polizei einen Abschiedsbrief.
  • Der Chef des Medienkonzerns Medstom, Wassili Melnikow, starb im März mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Nischni Nowgorod. Nach Aussagen der Ermittler tötete der Manager seine Familie und beging dann Selbstmord.
  • Einen Monat später starben der ehemalige Vizechef der Gazprombank, Wladislaw Awajew, und Sergej Protosenja, der ehemalige Manager von Novatek, des größten privaten Gasförderers Russlands. Auch Awajew und Protosenja sollen erweiterten Suizid begangen haben.
  • Der ehemalige Lukoil-Vorstand Alexander Subbotin starb im Mai laut Medienberichten nach einem bizarren Schamanen-Ritual. Im selben Monat kam Andrej Krukowsk, Manager des von Gazprom betriebenen Skiressorts Krasnaja Poljana, ums Leben. Er stürzte laut Polizei bei einer Wanderung von einer Klippe.
  • Der Oligarch Juri Woronow wurde zwei Monate später tot im Pool seiner Villa mit einer Schusswunde im Kopf gefunden.
  • Zuletzt starb Anfang September Rawil Maganow, Vorstandschef des Ölgiganten Lukoil, nach dem Sturz aus einem Krankenhausfenster.

Quelle: ntv.de, jpe

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