Wirtschaft

Sorge vor neuem Abkommen Nafta-Zukunft treibt deutsche Wirtschaft um

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Automobilhersteller wie VW produzieren in Mexiko.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wie geht es nach Trumps Deal mit Mexiko weiter? Mit großer Sorge blickt die deutsche Wirtschaft auf die Verhandlungen um einen Nachfolger für das nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta. Milliardenschwere Lieferketten stehen auf dem Spiel.

Einflussreiche Stimmen der deutschen Wirtschaft warnen vor einem Ende des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta zwischen den USA, Mexiko und Kanada. "Bricht der Dreierpakt auseinander, würde dies auch die deutschen Unternehmen in Nordamerika treffen", sagte Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Viele Unternehmen hätten dort "in Milliardenhöhe investiert" und über Jahre hinweg "umfassende Lieferketten" aufgebaut. "Die deutsche Wirtschaft ist deshalb auf eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den USA, Mexiko und Kanada angewiesen."

Die USA und Mexiko hatten sich am Vorabend grundsätzlich auf einen neuen Handelsvertrag geeinigt. Fraglich ist aber, ob auch Kanada dabei mitmachen wird - hier laufen die Verhandlungen noch. Daher verfolge die deutsche Wirtschaft gespannt die Entwicklungen, sagte Wansleben. "Angesichts der Ankündigungen eines Deals zwischen den USA und Mexiko herrscht hier zunächst Unsicherheit statt Erleichterung." Erst eine "nachhaltige Einigung" aller drei Nafta-Partner würde den Unternehmen "endlich wieder mehr Planungssicherheit" geben.

Zufrieden zeigten sich hingegen die Autobauer. "Die Einigung zwischen den USA und Mexiko ist positiv", sagte der Präsident des Branchenverbandes VDA, Bernhard Mattes. "Barrierefreier Handel im bisherigen Nafta-Raum ist für deutsche Hersteller und Zulieferer entscheidend." Die Wertschöpfungsketten in den drei Ländern seien "eng verflochten", wie Mattes betonte.

Für die deutsche Autoindustrie sind die politischen Verhandlungen zwischen den USA, Kanada und Mexiko von entscheidender Bedeutung. "Jede Maßnahme, die den Warenaustausch beschränkt oder erschwert, würde diese Lieferketten für die USA empfindlich treffen", warnte Mattes. In Mexiko haben mehrere deutsche Autohersteller sowie Zulieferer Werke errichtet und beliefern von dort aus den wichtigen US-Markt.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa

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