Plus von sechs Prozent Ökostrom deckt über die Hälfte des Verbrauchs

Erneuerbare Energien rücken zurzeit wieder stärker in den Fokus. Im Vergleich zum Vorjahr können sie ihre Bedeutung bei der Stromerzeugung steigern. Dabei spielt auch die Witterung eine Rolle.
Erneuerbare Energien, vor allem aus Wind und Sonne, haben im ersten Quartal mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs in Deutschland abgedeckt. Konkret waren es rund 53 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von fast sechs Prozentpunkten, wie vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigen.
Das Vorjahresquartal sei windschwach gewesen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal die Stromerzeugung aus Windenergie an Land um mehr als ein Viertel. Die Stromerzeugung aus Photovoltaik lag laut Angaben rund fünf Prozent unter dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür seien ungünstige Witterungsbedingungen sowie der etwas sonnigere Jahresbeginn 2025 gewesen.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche plant bei der Energiewende Reformen, um Kosten zu sparen. Sie will den Ausbau der erneuerbaren Energien besser an den Ausbau der Stromnetze anpassen. Sie plant außerdem, die Förderung für neue, kleine Solaranlagen zu streichen. Kritiker werfen Reiche vor, die Energiewende auszubremsen. Reiche hält am Ziel fest, den Anteil des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms am Stromverbrauch bis 2030 auf 80 Prozent zu steigern.
Erneuerbare Energien stärkten Versorgungssicherheit, Resilienz und strategische Souveränität Deutschlands, sagte BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae mit Blick auf den Iran-Krieg und steigende Öl- und Gaspreise. Es komme darauf an, die positive Dynamik mit den Reformen bei Netzen und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zu verstärken.