Wirtschaft

Weitere Einsparungen erwartet Opel baut bis zu 1000 weitere Stellen ab

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Opel ist die einzige deutsche Marke in dem europäischen Autokonzern Stellantis, der Anfang 2021 aus der Peugeot-Mutter PSA und Fiat-Chrysler entstanden war.

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Verkaufte Gebäude, geschlossene Betriebsteile, ausgelagerte Entwicklung: Seit der Übernahme durch Stellantis 2017 schrumpft der Autohersteller Opel zunehmend. Nun stehen weitere personelle Einschnitte an. Der Konzern will Hunderte Mitarbeiter dazu bewegen, ihre Stellen zu räumen.

Der Autobauer Opel will offenbar bis zu tausend weitere Jobs abbauen. Wie das Düsseldorfer "Handelsblatt" berichtete, kündigte das Unternehmen auf einem internen Meeting an, dafür Instrumente wie Altersteilzeit, Vorruhestand oder Abfindungen nutzen zu wollen. Betroffen sind demnach die Standorte Rüsselsheim, Kaiserslautern und Eisenach.

Ein Firmensprecher sagte dazu dem Blatt zufolge: "Vor dem Hintergrund der rapiden Transformation der Branche, der Pandemie, der geopolitischen Situation, brüchiger Lieferketten sowie massiver Energie- und Rohstoffpreiserhöhungen will das Unternehmen die Freiwilligenprogramme für bis zu tausend weitere Beschäftigte in Deutschland öffnen." Im Gegenzug verlängere sich der Kündigungsschutz für die im Unternehmen verbleibende Belegschaft bis Mitte 2027.

Erwartet wird allerdings laut "Handelsblatt", dass Opel mittelfristig von einer Klausel in der Eckpunktevereinbarung zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat von 2019 Gebrauch machen wird, ab 2023 noch einmal bis zu tausend Stellen zu streichen. Der Kündigungsschutz für die verbleibenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer würde sich dem Bericht zufolge in diesem Fall automatisch bis Ende Juli 2029 verlängern.

Betriebsbedingte Kündigungen noch ausgeschlossen

Opel ist die einzige deutsche Marke in dem europäischen Autokonzern Stellantis, der Anfang 2021 aus der Peugeot-Mutter PSA und Fiat-Chrysler entstanden war. Seit der Übernahme im August 2017 durch PSA wurden Tausende Arbeitsplätze abgebaut, wobei betriebsbedingte Kündigungen noch bis Sommer 2025 ausgeschlossen sind.

Auf dem riesigen Werksgelände am Opel-Stammsitz Rüsselsheim haben die Beschäftigten seit der Übernahme durch die Peugeot-Mutter PSA einen schmerzhaften Schrumpfkurs erlebt: Gebäude wurden verkauft, Betriebsteile geschlossen und Teile der Entwicklung an Dienstleister ausgelagert.

Quelle: ntv.de, lve/AFP

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