Wirtschaft

Maßnahmen wegen Corona Opel plant Kurzarbeit bis Ende 2021

133436144.jpg

Der Verlängerung der Kurzarbeit muss die Arbeitsagentur noch zustimmen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Um Entlassungen zu vermeiden, will Opel mit einem Freiwilligenprogramm mehr als 2000 Angestellte zum Ausscheiden aus dem Unternehmen bewegen. Bislang haben sich 500 gemeldet. Auch mit der Verlängerung der Kurzarbeit reagiert der Autobauer auf die Einbußen durch Corona.

Die Kurzarbeit in Folge der Coronakrise wird beim Autobauer Opel bis voraussichtlich Ende 2021 verlängert - vorbehaltlich der Zustimmung der Arbeitsagentur. Darauf einigten sich Geschäftsleitung und Gesamtbetriebsrat in einem Eckpunktepapier, wie das Unternehmen mitteilte. Darüber hinaus wolle Opel unter anderem sein Programm zur Altersteilzeit auch für alle Beschäftigte des Jahrgangs 1964 öffnen, hieß es.

Für sogenannte Fokusbereiche prüfe Opel das Angebot von Transfergesellschaften. Konkret wurde der Standort Rüsselsheim genannt, etwa mit Teilelager und Design. Hier sei für die Jahrgänge 1961 bis 1964 auch ein "spezielles Programm" geplant. Details nannte Opel nicht. "Zu den einzelnen Punkten müssen in den nächsten Tagen Vereinbarungen abgeschlossen werden", teilte das Unternehmen mit. Über die Einigung hatten zuvor die Zeitungen der VRM-Gruppe berichtet.

Opel hatte zuletzt Entlassungen für den Fall ins Spiel gebracht, dass sich bei einem vereinbarten Freiwilligenprogramm zum Stellenabbau bis Ende 2021 nicht die angestrebten 2100 Teilnehmer finden lassen. Bislang haben sich demnach nur etwa 500 Beschäftigte für ein Ausscheiden entschieden. Opel-Chef Michael Lohscheller hatte aber auch betont, er sei zuversichtlich, mit dem Betriebsrat gute Lösungen zu finden.

Quelle: ntv.de, chf/dpa