Wirtschaft

Winterkorn als AR-Chef verhindert Piëch zieht immer noch Strippen

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Mit ihm ist immer noch zu rechnen: Der 78-jährige Piëch hatte im Frühjahr einen Machtkampf um die Führung von Europas größtem Autobauer gegen Winterkorn verloren.

(Foto: picture alliance / dpa)

VW-Urgestein Ferdinand Piëch hat laut Medienberichten bei der Neubesetzung des Chefpostens im Aufsichtsrat interveniert. Die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch waren für Winterkorn als Chefkontrolleur. Jetzt macht es ein anderer.

Volkswagen-Patriarch Ferdinand Piëch hat Medienberichten zufolge einen Wechsel von Konzernchef Martin Winterkorn an die Spitze des VW-Aufsichtsrates verhindert. Nach übereinstimmenden Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" und des "Spiegel" hatten die VW-Eigentümerfamilien Porsche und Piëch Winterkorn als künftigen Aufsichtsratschef favorisiert. An seiner Stelle sollte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch Vorstandsvorsitzender werden.

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Den Berichten zufolge intervenierte Piëch, der bis zum Machtkampf im Frühjahr, den Aufsichtsratsvorsitz innehatte, gegen diese Lösung. Deshalb seien die Rollen getauscht worden. Nun soll Pötsch die Führung des Aufsichtsrats übernehmen, während Winterkorn weitere zwei Jahre Vorstandsvorsitzender bleibt. Die beiden Blätter nannten für ihre Berichte keine Quellen.

Ein VW-Sprecher bezeichnete die Berichte als Spekulationen, zu denen sich der Konzern nicht äußern wollte. Ein Sprecher der Holdinggesellschaft Porsche SE, über die die Familien Porsche und Piëch an VW beteiligt sind, lehnte ebenfalls eine Stellungnahme ab.

Holding-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche hatte am Donnerstag erklärt, Pötsch besitze das uneingeschränkte Vertrauen des gesamten Gremiums. Diesem gehört auch Piëch als Miteigner an. Er trat im April vom Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden des VW-Konzerns zurück, nachdem er mit dem Versuch gescheitert war, VW-Chef Winterkorn zu demontieren.

Vier Kandidaten für Pötsch-Nachfolge

Für die Nachfolge des künftigen VW-Aufsichtsratschefs Hans Dieter Pötsch als Finanzvorstand gibt es derweil nach Medieninformationen vier Kandidaten. Sie gehörten alle zum Volkswagen-Konzern, heißt es. Darunter sei auch Audi-Chef Rupert Stadler.

Zuvor hatte der Autobauer mitgeteilt, dass der Vertrag von Konzernchef Martin Winterkorn bis Ende 2018 verlängert wird.

Quelle: ntv.de, ddi/rts