Wirtschaft

"Zahlungsausfall wahrscheinlich" Ratingagentur stuft 28 russische Firmen herab

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Gazprom war zuvor bereits von der Ratingagentur Moody's herabgestuft worden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Von B auf "hauptsächlich CC": Gazprom und 27 weitere russische Rohstoffriesen werden von der Ratingagentur Fitch weiter herabgestuft. Das bedeutet, dass die Firmen finanziellen Verpflichtungen "wahrscheinlich" nicht nachkommen. Auch die Gefahr eines russischen Staatsbankrotts steht laut Fitch "unmittelbar bevor".

Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit von 28 russischen Rohstoffkonzernen herabgestuft und hält einen "Zahlungsausfall jeglicher Art für wahrscheinlich". Fitch stufte den Gasriesen Gazprom, den Ölkonzern Lukoil, die Bergbauunternehmen Rusal, Polyus, Evraz und 23 weitere Unternehmen von B auf "hauptsächlich CC" herab, was bedeutet, dass es "wahrscheinlich" ist, dass diese Unternehmen ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen.

Die Bewertung von Gazprom und Lukoil war zuvor bereits von der Ratingagentur Moody's entsprechend herabgestuft worden. Die von der russischen Regierung erteilte Erlaubnis, Schulden bei sogenannten feindlichen Ländern in Rubel zurückzuzahlen, gefährde die Fähigkeit dieser Unternehmen, ihre Gläubiger pünktlich zu bezahlen.

Auf dieser Liste Moskaus, die in Reaktion auf die verschärften Sanktionen des Westens wegen der Ukraine-Invasion entstand, stehen unter anderem die Länder der Europäischen Union, Australien, das Vereinigte Königreich, Kanada, Monaco, Südkorea, die USA, die Schweiz und Japan.

Drei große Ratingagenturen hatten Anfang März die langfristigen Schulden Russlands in die Kategorie der Länder eingestuft, die ihre Schulden aufgrund zunehmender Sanktionen gegen das Land möglicherweise nicht mehr zurückzahlen können. Fitch senkte die Bonitätsnote später weiter ab, was bedeutet, dass die Gefahr eines Staatsbankrotts in ihren Augen "unmittelbar bevorsteht".

Quelle: ntv.de, mbu/AFP

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