Wirtschaft

Verdacht auf Steuerhinterziehung Razzia bei Modeunternehmen Bogner

imago81736491h.jpg

Das Modeunternehmen Bogner steht eigentlich für Qualität. Nun hat das Traditionsunternehmen mit der Staatsanwaltschaft zu tun.

(Foto: imago/argum)

Bei Bogner soll es Rabatte und Geschenke für Mitarbeiter gegeben haben, die allerdings nicht versteuert wurden. Deswegen durchsucht nun die Staatsanwaltschaft die Räume des Modeherstellers.

Beim Modeunternehmen Bogner hat es eine Razzia gegeben. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I bestätigte dies, nannte mit Verweis auf das Steuergeheimnis aber keine weiteren Details.

Eine Unternehmenssprecherin sagte, es gehe um den Vorwurf des geldwerten Vorteils bei Mitarbeitereinkäufen. Die Ermittler durchsuchten demnach die Büros der Geschäftsführung. Konkret soll es um den Vorwurf gehen, dass innerhalb des Unternehmens Rabatte und Geschenke für Mitarbeiter nicht versteuert worden seien.

Das Unternehmen teilte der "Süddeutschen Zeitung" mit, es habe sich in der Vergangenheit wegen der nicht versteuerten Rabatte selbst angezeigt und kooperiere mittlerweile "in vollem Umfang" mit den Behörden. Die Durchsuchungen könne sich das Unternehmen deshalb nicht erklären.

In der Vergangenheit war demnach von einer nicht bezahlten Summe von knapp über einer Million Euro die Rede, die innerhalb von drei Jahren entstanden sei - diese Zahl wolle das Unternehmen aber nicht bestätigen, schrieb das Blatt. "Uns ist die Summe selbst nicht bekannt und wir warten darauf, dass uns die Behörden einen Betrag nennen", sagt eine Sprecherin des Unternehmens demnach.

Die Firma des früheren Skirennfahrers und Filmemachers Willy Bogner junior stellt hochwertige Bekleidung her, unter anderem Outfits für Wintersportler. Das deutsche Olympiateam hatte jahrelang bei den Winterspielen die Kleidung getragen.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa/AFP