Wirtschaft

"Times New Roman" fällt aus Russland muss eigene Schrift entwickeln

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Russlands Militär und Verteidigungsministerium erhalten keine Lizenz mehr für Times New Roman.

REUTERS

Wer Windows als Betriebssystem benutzt, kommt an der Schriftart "Times New Roman" nicht vorbei. Russische Behörden müssen sich nun allerdings - als Spätfolge der Krim-Krise - umgewöhnen.

Russische Behörden müssen künftig ohne die bekannte Schriftart "Times New Roman" auskommen. Der Standardschrifttyp falle den Sanktionen zwischen Russland und den USA zum Opfer, berichtet die russische Tageszeitung "Kommersant".

Der US-Konzern Monotype, der unter anderem Schriftarten wie "Arial", "Verdana" und "Tahoma" anbietet, verkauft dem russischen Technologieunternehmen NPO Rusbiteh keine Lizenzen für Times New Roman. Grund dafür seien die Sanktionen, die gegen russische Unternehmen verhängt wurden, die mit dem Verteidigungsministerium zusammenarbeiten - dazu zählt auch NPO Rusbiteh. Die russische Software-Schmiede entwickelt unter anderem das Betriebssystem Astra Linux.

Astra Linux basiert auf dem frei entwickelten Betriebssystems Linux und wurde speziell für die Verwendung in Russland programmiert. Dort wird es vor allem von diversen staatlichen Behörden wie dem Verteidigungsministerium, aber auch von der Armee benutzt. Entwickler von Astra Linux arbeiten "Kommersant" zufolge nun an Ersatzschriften zu Times New Roman und anderen von Monotype lizensierten Schrifttypen.

Seit dem Ausbruch der Ukraine-Krise im Jahr 2014 sind das Verhältnis zwischen Russland und den USA stark belastet und die Handelsbeziehungen durch Sanktionen eingeschränkt. Diese sollen laut US-Präsident Barack Obama noch bis Ende des Jahres 2017 andauern.

Quelle: n-tv.de, lsc

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