Wirtschaft

Streikauswirkung in Deutschland Ryanair muss viele Flüge absagen

c081955ed3dc0899ae85316e9d5e5abc.jpg

Über die Anzahl der gestrichenen Flüge gibt es verschiedene Angaben.

(Foto: REUTERS)

Heute beginnen in einigen Bundesländern die Ferien - und bei Ryanair wird wieder gestreikt. Auch deutsche Piloten und Flugbegleiter beteiligen sich an dem neuerlichen europaweiten Ausstand. Die Billigairline muss viele Flüge streichen.

Der erneute Streik der Flugbegleiter und Piloten trifft den Billigflieger Ryanair stärker als zunächst angekündigt. Laut einer Flugplan-Auswertung des Portals "Airliners.de" hat die irische Gesellschaft bis zum Freitagvormittag 133 Verbindungen von und nach Deutschland gestrichen. Das wären knapp 40 Prozent des üblichen Angebots. Diese Zahl wies Rynair zurück: Dem Unternehmen zufolge fielen weniger als 20 Prozent der Flüge aus.

Ryanair
Ryanair 10,42

Europaweit hätten etwa 90 Prozent der Flüge stattgefunden, rund 400.000 Passagiere seien befördert worden, so Ryanair. Daraus ergibt sich eine Zahl von rund 250 Absagen. Am Morgen seien sämtliche noch geplanten Flüge gestartet, teilte das Unternehmen mit.

Besonders viele Starts (26) wurden der "Airliners"-Auswertung zufolge in Berlin-Schönefeld abgesagt. In Frankfurt waren es 10, in Weeze 9 und in Hamburg 8. Keine Flugstreichungen wurden für Memmingen, München, Nürnberg, Stuttgart und Baden-Baden registriert. Dazu kommen noch ausgefallene Flüge aus dem Ausland mit deutschen Zielen, weil auch in anderen europäischen Ländern gestreikt wird. Die Zahlen könnten sich im Laufe des Tages noch erhöhen.

An dem zweiten europaweiten Streik von Piloten und Flugbegleitern sind Beschäftigte aus Spanien, Portugal, Belgien, Italien, den Niederlanden und Deutschland beteiligt. Das fliegende Personal will höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen nach dem jeweiligen nationalen Recht erreichen.

Ryanair ist der größte Billigflieger Europas. Die einheitlichen Boeing 737-Maschinen fliegen mehr als 215 Flughäfen in 37 Ländern an und operieren von 86 Basen in Europa und Nordafrika. Das hochprofitable Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 14.500 Menschen. Im Geschäftsjahr 2017/2018 machte das Unternehmen bei 7,15 Milliarden Euro Umsatz einen Gewinn von 1,45 Milliarden Euro.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa

Mehr zum Thema