Wirtschaft

Streiks am Freitag Ryanair streicht jeden zwölften Flug

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Ryanair sieht sich am Freitag mit Arbeitskämpfen in sechs Ländern konfrontiert.

(Foto: REUTERS)

Ryanair-Kunden müssen am Freitag erneut starke Nerven haben. Einmal mehr streiken Beschäftigte der Billig-Airline. Diesmal sind sechs Länder betroffen. Eine Vereinbarung gibt es derweil für Italien.

Die irische Billig-Airline Ryanair streicht am Freitag europaweit Dutzende Flüge. Grund ist ein in sechs europäischen Ländern angekündigter Streik der Flugbegleiter von Ryanair - darunter auch in Deutschland. Betroffen seien 30.000 Kunden, teilte das Unternehmen mit. Sie seien bereits informiert. Insgesamt fallen 190 Flüge aus. Das seien gut acht Prozent der insgesamt 2400 Flüge an diesem Tag.

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Neben dem Kabinenpersonal in Deutschland treten auch Beschäftigte in Spanien, Belgien, den Niederlanden, Portugal und Italien in den Ausstand. Die Fluglinie sprach von unnötigen Unterbrechungen. Ryanair streitet sich derzeit mit Piloten und Flugbegleitern europaweit über Löhne und Arbeitsbedingungen. Der neuerliche Streik war bereits vergangene Woche angekündigt worden.

Unterdessen haben die Iren dem Abschluss eines Tarifvertrags für das Kabinenpersonal in Italien nach dortigem Recht zugestimmt. Dabei einigte sich die Airline mit drei Gewerkschaften auf einen von Oktober an geltenden Tarifvertrag für das in Italien ansässige Kabinenpersonal, wie Ryanair mitteilte. Damit seien die Umstellung auf italienische Arbeitsverträge und der Zugriff auf lokale Unterstützungsleistungen wie die Altersversorgung möglich. Der Tarifvertrag habe eine Laufzeit von drei Jahren.

Auch in Deutschland, Portugal und Spanien seien die Gewerkschaften zu Verhandlungen eingeladen worden, teilte die irische Fluggesellschaft weiter mit. Die Verhandlungen für das Kabinenpersonal in Deutschland wurden nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi heute fortgesetzt. Am morgigen Mittwoch will sie über die Gespräche und mögliche Aktionen informieren. Verdi und die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatten zuletzt Mitte September einen Tag lang gestreikt.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP/rts