Wirtschaft

Biontech-Chef über Corona-Vakzin Şahin lehnt Verzicht auf Eigentumsrechte ab

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Uğur Şahin gründete zusammen mit seiner Ehefrau Özlem Türeci die Firma Biontech.

(Foto: AP)

Um die Produktion von Corona-Impfstoffen zu beschleunigen, bringt die US-Regierung den Verzicht auf geistige Eigentumsrechte der Entwickler ins Spiel. Davon hält Biontech-CEO Şahin nichts. Er setzt aber trotzdem auf die Kooperation mit "kompetenten Herstellern".

Der Verzicht auf geistige Eigentumsrechte ist nach Einschätzung von Biontech-Chef Uğur Şahin nicht der richtige Weg, um die Produktion von Covid-19-Impfstoffen zu erhöhen. "Das ist keine Lösung", sagte Şahin bei einer Veranstaltung des Vereins der Ausländischen Presse in Deutschland. Biontech setze auf enge Kooperationen mit ausgewählten Partnern, da sein Impfstoff schwierig herzustellen sei.

"Es gibt Möglichkeiten, die wir erwägen, dass wir spezielle Lizenzen vergeben für kompetente Hersteller", so Şahin. Das stelle die Qualität des Vakzins sicher. Die Produktion durch Lizenznehmer könnte aber frühestens gegen Ende des Jahres einen Beitrag leisten. Die US-Regierung hatte den Verzicht auf geistige Eigentumsrechte ins Spiel gebracht, um die Impfstoffproduktion zu erhöhen. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, hatte es am Dienstag aus dem Weißen Haus geheißen.

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Şahin sagte, es sei wichtig, dass in der EU hergestellte Impfstoffe auch in andere Teile der Welt exportiert würden. Er rechnet damit, dass in der EU Herdenimmunität bis Ende des Sommers erreicht werden könne. Es habe aber wenig Nutzen, wenn Europa sicher sei und das Virus in anderen Regionen weiter wüte. Eine Zulassung seines Impfstoffs in China erwartet Şahin bis spätestens Juni. Dort kooperiert Biontech mit Fosun Pharma, außerhalb der Volksrepublik arbeitet Biontech mit dem US-Pharmakonzern Pfizer zusammen.

Zu Berichten über Fälle von Herzmuskelentzündungen aus Israel nach der Impfung mit seinem Covid-19-Impfstoff sagte Şahin, das Unternehmen gehe diesen nach. Bisher gebe es aber keine Hinweise auf ein ungewöhnliches Auftreten und gehäufte Fälle von Herzmuskelentzündungen. Die britische Arzneimittelbehörde MHRA erklärte heute, es gebe keine Bedenken hinsichtlich der Sicherheit des Vakzins und Herzmuskelentzündungen basierend auf den Daten aus Großbritannien. Auch die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte schon erklärt, keinen Zusammenhang zu sehen.

Quelle: ntv.de, fzö/rts

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