Wirtschaft

"Es muss noch mehr getan werden" Saudi-Arabien hält Ölvorräte für zu hoch

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Khalid al-Falih mahnt zur Geduld.

(Foto: REUTERS)

Die internationale Förderbremse zeigt Wirkung - mit dem Ölpreis geht es bergauf. Dennoch ist Saudi-Arabien nicht zufrieden. Dessen Energieminister Al-Falih sieht weiteren Handlungsbedarf. Dagegen kann sich Russland eine Lockerung der Vereinbarung vorstellen.

Die internationale Förderbremse hat die Erholung am Ölmarkt nach Einschätzung von Saudi-Arabien noch nicht stark genug vorangetrieben. Die weltweiten Ölvorräte seien zwar gefallen und lägen mit 2,8 Milliarden Barrel deutlich unter ihrem Spitzenwert von 3,12 Milliarden Fass im Vorjahr, sagte Energieminister Khalid al-Falih bei einem Treffen von Mitgliedern der Opec und anderen Ölstaaten in Dschidda. Es müsse aber noch mehr getan werden, um die Bestände zu drücken. "Wir müssen geduldig sein", sagte er.

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Russland indes kann sich eine Lockerung der mit der Opec und anderen führenden Produktionsländern vereinbarten Ölförderbremse vorstellen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Ölminister Alexander Nowak. Im Juni könne darüber entschieden werden.

Wegen des massiven Ölpreisverfalls ab Mitte 2014 hatten sich auf saudiarabische Initiative die Organisation der Erdöl exportierenden Staaten (Opec) sowie Russland und andere führende Ölstaaten außerhalb des Kartells auf eine Förderbremse geeinigt. Damit sollte das Überangebot am Markt abgebaut und der Preis wieder stabilisiert werden. Geht es nach den Vorstellungen von Saudi-Arabien und Russland, könnte die Förderbremse noch viele Jahre bestehen bleiben.

Öl wieder teurer geworden

Energieminister Al-Falih sagte nun zwar, dass Saudi-Arabien kein Ziel beim Ölpreis habe. Vielmehr gelte es, starke Preisschwankungen zu vermeiden. Von Insidern hieß es aber zuletzt, der weltgrößte Ölexporteur sei mit einem Ölpreis von 80 bis sogar 100 Euro je Fass (159 Liter) zufrieden.

Zuletzt hatte sich Öl wieder verteuert. Am Freitag notierte der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent mit 73,80 Dollar nur knapp unter seinem Dreieinhalb-Jahres-Hoch vom Donnerstag.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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