Wirtschaft

Ausgabepreis am unteren Ende Schaeffler-Aktie wohl relativ günstig zu haben

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Die Eigner Maria-Elisabeth und Georg Schaeffler haben die Option, weitere 24,4 Millionen Aktien zu verkaufen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Keine Freude bereitet der geplante Börsengang dem fränkischen Autozulieferer Schaeffler. Erst muss der Gang aufs Parkett verschoben werden, nun sickert der vermeintlich Ausgabepreis der Aktie durch. Und der liegt am unteren Ende der Preisspanne.

Der fränkische Autozulieferer Schaeffler teilt die Aktien bei seinem Börsengang aller Voraussicht nach zum Preis von 12,50 Euro zu. Investoren sei dieser Wert als erwarteter Ausgabepreis genannt worden, sagten zwei mit der Transaktion vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Der Preis liegt in der unteren Hälfte der am Montag ausgegebenen Preisspanne, die von 12 bis 14 Euro reichte. Einen Tag vor dem am Freitag geplanten Börsengang hat Schaeffler die Angebotsspanne nochmals auf 12,50 Euro bis 13 Euro eingeengt.

Bleibt es bei den 12,50 Euro, würde Schaeffler mit der Emission 937,5 Millionen Euro einnehmen. Mit dem Geld soll der milliardenschwere Schuldenberg abgetragen werden. Die Eigner Maria-Elisabeth und Georg Schaeffler haben die Option, im Zuge des Börsengangs weitere 24,4 Millionen Aktien zu verkaufen, die 305 Millionen Euro bringen würden. Finanzkreisen zufolge hatte das Unternehmen aus Herzogenaurach eigentlich 2,5 Milliarden Euro angepeilt.

VW-Abgasskandal belastet Börsengang

Die vom Unternehmen nun erneut eingeengte Preisspanne wird von den Marktteilnehmern positiv bewertet. "Sie haben sie innerhalb der bisherigen Spanne präzisiert", sagt ein Händler: "Das kann man nicht als Senkung der Spanne bezeichnen." Per Saldo sei dies ein klares Indiz, dass sich die Bücher gut füllten.

Die Aktien konnten bis Donnerstag nur von institutionellen Investoren gezeichnet werden. Am Freitag will Schaeffler sein Debüt an der Frankfurter Börse feiern. Ursprünglich war die Erstnotiz für den vergangenen Montag geplant gewesen. Diese war aufgrund der drastischen Auswirkungen aus dem Skandal um manipulierte Abgaswerte von VW-Dieselfahrzeugen verschoben worden.

Quelle: n-tv.de, kst/rts/DJ

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