Wirtschaft

Unternehmen in der Corona-Krise Scheuer warnt vor Übernahmeangriffen

131046435.jpg

Verkehrsminister Scheuer fürchtet einen Ausverkauf deutscher Unternehmen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Durch die Corona-Krise sind viele Unternehmen finanziell angeschlagen. Das macht sie unter Umständen attraktiv für eine Übernahme: Solche Pläne will die Bundesregierung abwehren - notfalls auch mit staatlichen Beteiligungen.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat infolge der Corona-Krise vor Übernahmeangriffen auf deutsche Infrastruktur- und Mobilitätsfirmen gewarnt. "Wir haben nicht nur einen viralen Angriff. Wir könnten auch einen Wirtschaftsangriff danach erleben", sagte Scheuer der "Süddeutschen Zeitung". Finanziell geschwächte Firmen könnten ins Visier internationaler Investoren geraten. "Es gibt weltweites Interesse an erfolgreichen deutschen Unternehmen auch in der Mobilität und der Infrastruktur."

Er sei bereits in Gesprächen mit anderen Ministern und Ministerien, sagte Scheuer und kündigte Gegenmaßnahmen an: "Wir wollen dafür sorgen, dass wir diese Pläne von außen abwehren. Es geht darum, Wirtschaftskraft in Deutschland nach der Krise zu sichern." Das Kabinett will an diesem Montag einen Rettungsfonds auf den Weg bringen, der Unternehmen vor dem finanziellen Ruin, aber durchaus auch vor unerwünschten Übernahmen schützen will. Unter anderem ist eine staatliche Beteiligung an in Not geratenen Großunternehmen geplant.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hatte bereits gesagt, er wolle in der Corona-Krise einen "Ausverkauf" deutscher Wirtschafts- und Industrieinteressen verhindern: "Dabei darf es keine Tabus geben. Vorübergehende und zeitlich begrenzte Staatshilfen, bis hin zu Beteiligungen und Übernahmen müssen möglich sein."

Quelle: ntv.de, chr/DJ/dpa