Wirtschaft

Konzernumbau zeigt Erfolge Siemens übertrifft die Erwartungen

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Laut Vorstandschef Kaeser hat sich Siemens "besser entwickelt als die Märkte".

(Foto: dpa)

Siemens blickt nach unerwartet starkem Wachstum im abgelaufenen Quartal ein wenig optimistischer auf das Gesamtjahr. Der Technologiekonzern bestätigt seine Wachstumsprognose für das Gesamtjahr.

Der Aufwärtstrend bei Siemens hält an. Der Technologiekonzern verzeichnete im abgelaufenen Quartal zum sechsten Mal in Folge Wachstum. Umsatz und Gewinn stiegen deutlicher als von Analysten erwartet. Die viel beachtete Marge im Industriegeschäft lag mit 12,1 Prozent über dem angepeilten Korridor von elf bis zwölf Prozent.

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Anders als bei Vorlage der Erstquartalszahlen erhöhte der Technologiekonzern seine Prognose nicht erneut, allerdings berücksichtigt sie jetzt jedoch die absehbaren Belastungen aus der Integration des übernommenen Softwarekonzerns Mentor Graphics und bei der gerade vollzogenen Fusion des eigenen Windenergiegeschäfts mit dem spanischen Konzern Gamesa. Siemens bezifferte die zu erwartenden Belastungen mit 30 bis 50 Basispunkten in der Marge und mit 0,40 bis 0,60 Euro beim Ergebnis je Aktie.

Im industriellen Geschäft übertraf Siemens dank Verbesserungen in den acht von neun Konzernbereichen mit 2,5 Milliarden Euro das Ergebnis aus dem Vorjahr um 18 Prozent. Der Konzernumsatz stieg auf vergleichbarer Basis um sechs Prozent. Unter dem Strich blieben 1,458 Milliarden Euro aus fortgeführtem Geschäft.

Trotz milliardenschwerer Großaufträge im Vorjahreszeitraum konnte Siemens auch den Auftragseingang steigern, er stieg um zwei Prozent. Die Book-to-bill-Ratio deutet mit 1,12 Prozent auf starkes künftiges Wachstum hin. Analysten hatten Siemens nach Daten von Factset im Schnitt vier Prozent Umsatzwachstum, zwei Prozent mehr Nettogewinn und vier Prozent rückläufige Auftragseingänge zugetraut.

"Es gibt noch viel zu tun"

Der Mitte 2014 eingeleitete Konzernumbau zeigt damit weitere Erfolge. Unter dem Namen "Vision 2020" soll der Konzern auf die Zukunft ausgerichtet. Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung lauten die Schlüsselbegriffe. Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser sagte, Siemens habe sich erneut "besser entwickelt als die Märkte". Allerdings behalte der Konzern "die operative Leistungsfähigkeit genau im Auge. Es gibt noch viel zu tun."

Besonders gut lief es für Siemens in der Sparte Digital Factory, die eine Marge von 18,2 Prozent ablieferte. Bis auf Process Industries & Drives lagen alle Sparten bei der Marge im Zielband.

Quelle: ntv.de, wne/DJ

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