Wirtschaft

Arbeit aus der Krise Solarworld kriegt die Kurve

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Modulkontrolle bei Solarworld in Freiberg (Sachsen).

(Foto: picture alliance / dpa)

Solarworld scheint das tiefe Tal durchschritten zu haben. Der Photovoltaikkonzern verzeichnet vor allem in den USA ein starkes Absatzwachstum. Aber auch in Deutschland und Europa geht es wieder bergauf.

Der Photovoltaikkonzern Solarworld hat in den ersten drei Monaten 2016 einen deutlichen Umsatzschub verbucht und bekräftigt seine Jahresprognose. Der Konzernumsatz erhöhte sich auf 212,6 Millionen Euro von 149,1 Millionen Euro im Vorjahr. Die konzernweite Absatzmenge legte um 62 Prozent auf 341 Megawatt (MW) zu.

Stark gewachsen ist laut Solarworld der Absatz in den USA, gegen den Markttrend auch in Deutschland und in den europäischen Exportmärkten. Zudem gewann der Konzern in dem Dreimonatszeitraum Aufträge für Großprojekte zum Beispiel in Sri Lanka, Frankreich und in den USA.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag im ersten Quartal bei 2,1 (Vorjahr 2,9) Millionen Euro. Dank der Verbesserungen in der operativen Entwicklung sei das Ebitda fast stabil geblieben, obwohl das Währungsergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13,3 Millionen Euro schlechter ausgefallen sei, erklärte der Bonner Konzern. Bereinigt um diesen Effekt liegt das Ebitda bei plus 6,9 Millionen Euro nach einem Verlust von 5,6 Millionen Euro im Vorjahr.

Ausblick bekräftigt

Auf Basis des Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) wies der Konzern allerdings einen Verlust aus. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern belief sich auf minus 9,7 Millionen Euro nach einem Fehlbetrag von 8 Millionen Euro im Vorjahr. Ohne Berücksichtigung des Währungsergebnisses würde der Ebit-Verlust bei 4,9 Millionen Euro liegen. Bei der Präsentation des Geschäftsberichtes Mitte März hatte der Konzern unter Führung von Unternehmensgründer Frank Asbeck darauf hingewiesen, dass es wegen der üblichen saisonalen Schwankungen im Solargeschäft möglich sei, dass das Ebit im ersten Quartal negativ ausfallen könnte.

Solarworld, die sich langsam aus der Krise herausarbeitet, hat den Ausblick für 2016 bekräftigt. Solarworld will die gesamte Absatzmenge um über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr von 1.159 MW steigern. Der Umsatz soll analog zur Absatzmenge um über 20 Prozent wachsen. Dabei strebt Solarworld einen Konzernumsatz 2016 von bis zu einer Milliarde Euro an. Zudem soll ein positives Ebit im unteren zweistelligen Millionenbereich erreicht werden.

2015 hatte Solarworld fast schon ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht. Der Konzern schrieb im vergangenen Jahr einen operativen Verlust von 4,2 Millionen Euro. Im Vorjahr 2014 war bereinigt um Sondereffekte noch ein Fehlbetrag von 43,8 Millionen Euro angefallen.

Quelle: ntv.de, wne/DJ

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