Wirtschaft

Test in den USA und Kanada Starbucks schafft Plastiktrinkhalme ab

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Solche Becher werden bald Geschichte sein: Starbucks hat schon neue Becherdeckel entwickelt, aus denen man ohne Halm trinken kann.

(Foto: REUTERS)

In den USA werden Plastiktrinkhalme verboten, deshalb schafft die Kaffeekette Starbucks sie jetzt komplett ab. Immerhin heißt das, dass pro Jahr über eine Milliarde weniger von ihnen im Mülleimer landen. Starbucks hat sich schon Alternativen überlegt.

Die Kaffeehauskette Starbucks will, um weniger umweltschädlichen Müll zu produzieren, ab 2020 keine Einweg-Trinkhalme aus Plastik mehr verwenden. Die Nutzung der Einweg-Halme in den weltweit mehr als 28.000 firmeneigenen und lizenzierten Filialen soll bis 2020 auslaufen, teilte die Starbucks Coffee Co mit. Stattdessen werde der Konzern auf alternative Trinkhalme umsteigen oder ganz darauf verzichten.

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Starbucks hat bereits einen Deckel ohne Trinkhalm entworfen und entwickelt, der schon in mehr als 8000 Filialen in den USA und Kanada zu haben ist und zum Standard für seine Eiskaffee-, Tee- und Espressogetränke werden soll. Auch bei mit Stickstoff versetztem Kaffee vom Fass - dem Trendgetränk Nitro Coffee - soll der Deckel, aus dem ohne Halm direkt getrunken werden kann, beim Verkauf in China, Japan, Singapur, Thailand und Vietnam verwendet werden.

Aktuell verwendet Starbucks pro Jahr mehr als eine Milliarde Plastikhalme. Die Maßnahme ist Teil einer breit angelegten Kampagne zum Verbot von Einweg-Trinkhalmen in den gesamten USA. Seattle im Bundesstaat Washington, wo Starbucks seinen Sitz hat, war die erste Stadt des Landes, die die Verwendung von Plastikhalmen mit Wirkung zum 1. Juli verboten hat.

Sowohl in den USA als auch in der EU laufen groß angelegte Kampagnen zur Reduzierung von Plastikmüll. Dabei stehen Wegwerfprodukte wie Trinkhalme besonders im Fokus von Umweltschützern. Nach Angaben der Organisation "Seas at Risk" landen jährlich rund 100.000 Tonnen Plastik - alleine aus der EU - im Meer. 

In Deutschland hatten zuletzt die großen Supermärkte Rewe, Lidl und Edeka mit Maßnahmen gegen Einweg-Plastikartikel wie Besteck oder Trinkhalme Schlagzeilen gemacht. Gratis-Plastiktüten sind aus dem deutschen Einzelhandel bereits weitgehend verschwunden - der Tüten-Verbrauch geht seit Jahren deutlich zurück.

In der vergangenen Woche hatte bereits die Fastfoodkette McDonald's bekannt gegeben, dass sie damit begonnen habe, Alternativen zu den Plastikhalmen in mehr als 14.000 Filialen in den USA zu testen und diese dann auch weltweit einführen wolle. Schon im Juni hatte McDonald's angekündigt, Trinkhalme aus Plastik in Großbritannien zu verbannen. Zuvor hatte Premierministerin Theresa May Pläne für ein Verbot vorgestellt.

Quelle: n-tv.de, cam/abe/dpa/DJ

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