Wirtschaft

Job-Garantie bis Ende 2023 TUI Deutschland verspricht Kündigungsschutz

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Kahlschlag vorerst abgewendet: Der Sparkurs bei TUI in Reisebüros war intern umstritten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach zwei Jahren Corona-Pandemie fährt TUI einen strikten Sparkurs. Seinen Beschäftigten in Deutschland garantiert der Reisekonzern nach umstrittenen Kürzungen eine Job-Garantie bis Ende 2023. Vom Ukraine-Krieg sind die Buchungen für die Sommersaison bislang nicht betroffen.

Die Beschäftigten von TUI in Deutschland bekommen eine grundsätzliche Jobgarantie bis mindestens zum Ende des kommenden Jahres. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen wurde mit dem Management ein "weitestgehender Kündigungsschutz" vereinbart, "sofern Abbaumaßnahmen nicht bereits feststehen".

Nach der Corona-Krise fährt der größte Reiseanbieter einen personellen Sparkurs. Wegen des in der Pandemie eingebrochenen Geschäfts gab es Milliarden an Staatshilfen, zudem werden Angebote und Prozesse noch stärker digitalisiert. Zwar investiert der Konzern zugleich, aber Kürzungen etwa in der Verwaltung, den Reisebüros und der eigenen Fluggesellschaft TUIfly waren auch umstritten.

Nun steht laut den Angaben ein "Zukunftssicherungsvertrag 2.0". Dabei würden für deutsche Gesellschaften im Mehrheitsbesitz der TUI "neue betriebsbedingte Kündigungen, die über bereits avisierte Maßnahmen hinausgehen, für die nächsten rund zwei Jahre ausgeschlossen". Außerdem sollen in der Bundesrepublik angestellte Mitarbeiter ab 57 Jahren, die für einen solchen Schritt infrage kommen, Altersteilzeit-Angebote erhalten.

Keine neuen Turbulenzen durch Ukraine-Krieg

In einem Brief an die Belegschaft hieß es jedoch einschränkend: "Lässt sich während der Laufzeit der Beschäftigungssicherung ein Personalabbau nicht vermeiden, so wird dieser so sozialverträglich wie möglich gestaltet." Dazu sei ein "gemeinsamer Standard für Freiwilligenprogramme" vereinbart worden. Gleichzeitig solle die Qualifizierung im Unternehmen vorankommen, TUI investiere drei Millionen Euro in weitere Lern- und Fortbildungsprogramme.

Zusätzliche Turbulenzen durch den Ukraine-Krieg fürchtet TUI derzeit nicht. Die Nachfrage nach Urlaubsreisen in Deutschland scheint der russische Angriff bislang nicht zu dämpfen, teilte der Konzern in der vergangenen Woche mit. TUI Deutschland sehe zur Zeit keine grundsätzliche Veränderung im Buchungsverhalten. Laut einer Umfrage ist die Urlaubsreiselust die Menschen in Deutschland nach zwei Jahren Corona-Pandemie mit teils massiven Reisebeschränkungen groß.

Quelle: ntv.de, mau/dpa

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