Wirtschaft

Wasser-Ärger als Grund? Tesla entlässt wohl Baustellen-Projektleiter

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Im Juli kommenden Jahres soll die Produktion in Grünheide starten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Weil die Rechnung zu spät bezahlt wurde, dreht der Wasserversorger auf der Tesla-Baustelle in Grünheide kurzerhand den Hahn zu. Nach der Eskalation in der vergangenen Woche muss nun der Projektleiter angeblich seinen Posten räumen. Ein Zufall?

Der US-Elektroautobauer Tesla hat einem Bericht des Senders RBB zufolge den Projektleiter für die Baustelle der geplanten Fabrik in Grünheide bei Berlin entlassen. Die Gründe seien unklar, eine Sprecherin des Unternehmens wollte dazu keine näheren Angaben machen.

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Branchenkenner gehen laut RBB davon aus, dass die Entscheidung mit den nicht bezahlten Wasserrechnungen auf der Baustelle in Verbindung stehen könnte. Der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) hatte vergangene Woche auf der Baustelle zwischenzeitlich das Wasser abgedreht. Die Produktion in Grünheide soll bereits im Juli 2021 starten; jährlich sollen dort bis zu 500.000 Elektroautos vom Band laufen.

Zuvor hatte der US-Elektroautobauer verkündet, im fünften Quartal in Serie schwarze Zahlen geschrieben zu haben. In den drei Monaten bis Ende September wurde ein Nettogewinn von 331 Millionen Dollar (279 Millionen Euro) erzielt, wie der Konzern im kalifornischen Palo Alto mitteilte. Damit steigerte Tesla das Ergebnis im Jahresvergleich um satte 131 Prozent. Der Umsatz wuchs um 39 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar und erreichte damit einen neuen Rekordwert.

Jahresziel bei Auslieferungen wird wohl erreicht

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Tesla übertraf die Erwartungen klar, die Aktie reagierte bereits nachbörslich mit einem deutlichen Kursanstieg und ging dann mit einem Plus von drei Prozent in den US-Handel. Mit den überraschend starken Quartalszahlen baut Tesla seine Erfolgsserie aus - seit der Gründung 2003 war das Unternehmen noch nie über einen so langen Zeitraum profitabel.

Das Unternehmen bekräftigte zudem, trotz Belastungen durch die Corona-Krise am ehrgeizigen Vorhaben festzuhalten, in diesem Jahr eine halbe Million Fahrzeuge auszuliefern. In den ersten drei Quartalen wurden knapp 320.000 Autos an die Kundschaft gebracht, 139.593 davon im vergangenen Vierteljahr. Das Jahresziel von 500.000 Auslieferungen zu erreichen, sei allerdings schwieriger geworden, räumte Tesla im Geschäftsbericht mit Blick auf die Pandemie ein.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP/dpa