Wirtschaft

U-Boote für Australien Thyssenkrupp kämpft um Megaauftrag

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Kern einer nationalen Werftenindustrie?

(Foto: imago/sepp spiegl)

Für die australische Marine sollen zwölf U-Boote geordert werden. Inklusive Wartung beträgt das Auftragsvolumen mehr als 30 Milliarden Euro. Thyssenkrupp wirft den Hut in den Ring. Aber der Dax-Konzern hat starke Mitbewerber.

Thyssenkrupp will in Australien einen milliardenschweren U-Boot-Auftrag an Land ziehen. "Wir haben ein sehr solides Angebot gemacht", sagte das Mitglied des Bereichsvorstands, Hans Christoph Atzpodien. "Der U-Boot-Auftrag könnte der größte Auftrag in der Geschichte von Thyssenkrupp werden."

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Zur genauen Stückzahl und dem Preisrahmen seiner Offerte äußerte sich der Manager nicht. Es könne aber sein, dass der Auftrag noch in verschiedene Teile zerlegt werde. Thyssenkrupp würde wohl 2000 bis 3000 Arbeitsplätze in Australien schaffen. In der nächsten Phase des Verfahrens wolle der Konzern einen Festpreis vorschlagen.

Bei dem Auftrag geht es um den Bau von bis zu zwölf U-Booten für die australische Marine. Das Auftragsvolumen könnte sich inklusive der jahrzehntelangen Wartung auf umgerechnet 33 Milliarden Euro belaufen. Neben Thyssenkrupp hatten auch der staatliche französische Schiffbaukonzern DCNS sowie ein von der japanischen Regierung unterstütztes Konsortium um die Unternehmen Mitsubishi Heavy Industries und Kawasaki Heavy Industries ihr Interesse bekundet.

"Wir gehen davon aus, dass in der ersten Hälfte 2016 ein bevorzugter Bieter ausgesucht werden könnte", sagte Atzpodien. Thyssenkrupp wolle sich langfristig in Australien engagieren. "Das erste U-Boot könnte gegen Ende der 20er Jahre vom Stapel laufen." Der Konzern könne von Australien aus auch die Region beliefern.

Quelle: ntv.de, wne/rts