Wirtschaft

Streit über Stellenabbau Trump droht GM mit Subventionsstopp

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US-Präsident Trump ist "sehr enttäuscht" von General Motors.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bis zu fünf Werke will General Motors in den USA schließen. Davon wären 15.000 Arbeitsplätze betroffen. Der drastische Sparplan ruft Trump auf die Barrikaden. Der US-Präsident will mit angedrohten Kürzungen den Autokonzern zum Umdenken zwingen.

Nach der angekündigten Stellenstreichung beim US-Autobauer General Motors (GM) hat Präsident Donald Trump dem Unternehmen mit einem Stopp der Subventionen gedroht. Er sei sehr enttäuscht von General Motors und der Unternehmenschefin Mary Barra, schrieb Trump auf Twitter. Man schaue sich nun an, ob man alle GM-Subventionen kürzen könne, inklusive der für Elektroautos, fügte er hinzu. "In Mexiko und China wird nichts geschlossen. Die USA haben General Motors gerettet, und dies ist der DANK, den wir bekommen!"

General Motors (GM)
General Motors (GM) 37,00

Der Autobauer hatte am Montag angekündigt, die heimische Produktion zu drosseln und deshalb Personal zu entlassen sowie einige Fertigungsstätten dichtzumachen. Von der Maßnahme könnten 15.000 Mitarbeiter betroffen sein. Als Hauptgründe gelten der schwächelnde US-Absatz bei kleinen Pkw und gestiegene Materialkosten.

Konzernchefin Marry Barra hatte die radikalen Umstrukturierungs- und Sparpläne mit den "sich wandelnden Marktbedingungen" begründet. Schwerpunktmäßig will sich GM künftig auf die Produktion der in den USA überaus beliebten geländegängigen Limousinen (SUVs) und Kleinlaster mit offener Ladefläche (Pickups) konzentrieren. Auch will der Konzern die Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen und Elektroautos vorantreiben. Die Produktion herkömmlicher Pkw von kleiner und mittlerer Größe will das Unternehmen hingegen weiter zurückfahren.

Trump trägt Mitschuld

Für Trump sind die geplanten Entlassungen ein großes Ärgernis - er hat versprochen, der US-Industrie zu einem großen Comeback zu verhelfen und mehr Jobs zu schaffen als je ein US-Präsident zuvor. Die im Rahmen seiner "America First"-Politik angezettelten Handelsstreitigkeiten hatten für US-Autobauer wie GM und Ford bislang jedoch auch erhebliche negative Folgen.

Zurzeit können Käufer von reinen Elektroautos 7500 US-Dollar (zirka 6600 Euro) von der Steuer absetzen. Hat der Hersteller allerdings 200.000 Stück eines berechtigten Modells verkauft, läuft der Zuschuss aus. Tesla knackte diese Marke bereits und es wird erwartet, dass GM schon bald folgt. Beide Unternehmen wollen in Washington eine Verlängerung der Subventionen erreichen.

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Quelle: n-tv.de, hny/dpa

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