Wirtschaft

"Sie wollen einen Deal" Trump sieht baldiges Ende des Zoll-Zoffs

RTS2MOW5.jpg

Trump wirft China unfaire Handelspraktiken vor.

(Foto: REUTERS)

Der Handelskrieg belastet die Konjunktur der USA und Chinas immer stärker. Die chinesische Regierung droht mit Gegenmaßnahmen auf die Drohungen der USA zu reagieren. Dennoch stellt US-Präsident Donald Trump nun ein baldiges Ende des Streits in Aussicht.

US-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Angaben von einer baldigen Beilegung des Handelskonflikts mit China aus. "Ich denke, dass wir eine sehr gute Diskussion mit China führen. Sie wollen sehr gerne einen Deal machen", sagte Trump und ergänzte: "Ich denke, je länger das geht, umso stärker werden wir. (...) Ich habe das Gefühl, dass das ziemlich kurz laufen wird."

Die chinesische Regierung hatte zuvor angekündigt, auf die von den USA angedrohten höheren Zölle mit Gegenmaßnahmen reagieren zu wollen. Gleichzeitig stellte Peking aber noch eine gütliche Einigung in Aussicht. Man könne durch Dialog auf der Grundlage gegenseitigen Respekts eine für beide Seiten annehmbare Lösung finden, sagte eine Außenamtssprecherin.

Der Konflikt trägt wesentlich dazu bei, dass sich die Aussichten für die Weltwirtschaft verdüstern.  Auch die USA bekommen die Auswirkungen des Handelskriegs immer kräftiger zu spüren.

Höhere Zölle angekündigt

Trump sagte, er rechne nicht mit Vergeltungsmaßnahmen Chinas. Er hatte Anfang August den Zollkonflikt trotz einer neuen Verhandlungsrunde verschärft und angekündigt, auf Importe aus China im Volumen von 300 Milliarden Dollar einen zehnprozentigen Sonderzoll zu erheben.  Allerdings wird die Einführung der neuen Zölle auf chinesische Güter wie Laptops und Mobiltelefone zunächst noch einmal verschoben. Sie sollten eigentlich ab September greifen.

Beide Seiten haben sich in dem Konflikt bereits gegenseitig mit Strafzöllen überzogen. Trump hatte den Zollstreit angezettelt, weil er China unfaire Handelspraktiken vorwirft. Er stört sich am riesigen Defizit seines Landes im Handel mit der Volksrepublik und wirft der Regierung in Peking vor, sich nicht an Zusagen zu halten.

Quelle: n-tv.de, jga/rts

Mehr zum Thema