Wirtschaft

Konjunktur stabilisiert sich Türkische Inflationsrate ist wieder einstellig

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Präsident Erdogan hat gerade erst den Notenbankchef ausgetauscht und nimmt mehr Einfluss auf die Geldpolitik.

(Foto: imago images/Xinhua)

Die Zeiten mit einer Inflation von rund 25 Prozent sind vorbei: In der Türkei macht sich eine Stabilisierung der Wirtschaftslage auch in der Preisentwicklung bemerkbar. Dabei fällt die Rate erstmals seit zwei Jahren wieder unter eine symbolische Marke.

In der Türkei ist die Inflation erstmals seit gut zwei Jahren wieder in den einstelligen Bereich gefallen. Die Lebenshaltungskosten erhöhten sich im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,3 Prozent, wie das nationale Statistikamt mitteilte. Es ist das erste Mal seit Mitte 2017, dass die Inflationsrate nicht mehr zweistellig ist.

US-Dollar / Türkische Lira
US-Dollar / Türkische Lira 5,70

Ein wichtiger Grund für den deutlichen Rückgang der Inflation liegt in dem starken Preissprung im vergangenen Jahr, der zunehmend aus dem Jahresvergleich herausfällt. 2018 hatte die türkische Landeswährung Lira deutlich an Wert verloren, es war die Rede von einer Lira-Krise. Die schwache Lira hatte die Inlandspreise im Zuge höherer Einfuhrpreise stark nach oben getrieben. Der Höhepunkt wurde vergangenes Jahr mit einer Inflation von gut 25 Prozent erreicht.

Gedrückt wird die Inflationsrate darüber hinaus durch die Lira an sich, deren Wert sich in den vergangenen Monaten stabilisiert hat. Ein wesentlicher Grund dafür ist die lockerere Geldpolitik der US-Notenbank Fed, die Druck von Schwellenländerwährungen nimmt. Hinzu kommt die ebenfalls stabilere Konjunkturlage in der Türkei.

Fachleute verweisen jedoch auf die Geldpolitik der türkischen Notenbank als Risiko für die weitere Inflationsentwicklung. Die Notenbank hat die Leitzinsen zuletzt deutlich reduziert. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte vor einigen Monaten den Notenbankchef ausgetauscht. Seither wird die Geldpolitik der türkischen Zentralbank stark von der Politik beeinflusst.

Quelle: n-tv.de, jog/dpa