Wirtschaft

Gegen Änderungen an Nafta US-Autolobby macht gegen Trump mobil

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Trump will Nafta neu verhandeln.

(Foto: AP)

Für US-Präsident Trump ist das Freihandelsabkommen mit Mexiko und Kanada ein schlechter Deal. Er will neu verhandeln. Die Industrie sieht das nicht gern. Die Autobauer bündeln nun ihre Kräfte, darunter auch deutsche Konzerne.

Die Autoindustrie in den USA macht gegen Pläne von Präsident Donald Trump mobil, das Nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta infrage zu stellen. Herstellerverbände, denen etwa Volkswagen, General Motors und Toyota angehören, schlossen sich mit Allianzen von Händlern und Zulieferern zu einem Aktionsbündnis zusammen.

Mit einer Werbekampagne und weiterer Lobbyarbeit sollen Regierung und Bürger von den Vorteilen des Freihandels überzeugt werden: "Wir gewinnen mit Nafta", heißt es auf der Internetseite des Bündnisses namens "Driving American Jobs" (auf Deutsch etwa: "Amerikanische Arbeitsplätze voranbringen").

Nach Einschätzung von Daimler-Chef Dieter Zetsche ist die Wirtschafts- und Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump ein Risiko für die deutsche Autoindustrie. "Bisher hat sich das nicht negativ auf unser Geschäft ausgewirkt", sagte er beim "Auto-Gipfel" des "Handelsblatts". "Aber selbstverständlich ist das auch ein Risiko." Knapp ein Jahr nach Trumps Wahl sei die "die Beklommenheit" in der deutschen Autoindustrie nicht so ganz gewichen, sagte Zetsche.

Das Nordamerikanische Freihandelsabkommen mit Kanada und Mexiko wird auf Betreiben der USA neu verhandelt. US-Präsident Trump hat Nafta als ein Desaster bezeichnet, das den Arbeitern in den USA geschadet und viele Jobs gekostet habe. Befürworter halten dem entgegen, dass durch das 1994 in Kraft getretene Freihandelsabkommen in den USA Jobs geschaffen worden und die Probleme in der Industrie eher auf Konkurrenz aus China zurückzuführen seien. Zudem ist etwa Mexiko ein wichtiger Produktionsstandort auch der deutschen Autobauer für Fahrzeuge, die in den USA verkauft werden.

Quelle: n-tv.de, mli/rts

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