Wirtschaft

Erwartungen enttäuscht US-Jobmarkt vom August-Rätsel getroffen?

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Der Aufschwung am US-Jobmarkt hat wahrscheinlich einen kleinen Knick bekommen.

(Foto: REUTERS)

Arbeitsmarktdaten aus den USA verfehlen die Prognosen. Doch bereits in der Vergangenheit hat die Urlaubszeit die Zahlen verfälscht. Dennoch rückt nun wieder der Kurs der Notenbank in den Fokus.

Der US-Arbeitsmarkt hat im August einen Dämpfer erlitten. Es entstanden weniger Stellen als erwartet, zugleich stieg die Arbeitlosenquote. Auch das Lohnwachstum schwächte sich ab. Private Unternehmen und der Staat schufen insgesamt lediglich 156.000 Stellen, wie das US-Arbeitsministerium berichtete. Volkswirte hatten einen Stellenzuwachs um 179.000 erwartet. Zugleich wurden die Angaben für die beiden Vormonate nach unten revidiert.

Der US-Stellenmarkt neigt dazu, im August zu enttäuschen. Ökonomen vermuten, dass viele Betriebe während der Sommerferien ihre Zahlen zu spät melden, um noch für die erste Schätzung berücksichtigt zu werden. Später werden die Zahlen für August meist nach oben revidiert. Die separat erhobene Arbeitslosenquote stieg im August leicht auf 4,4. Für diese Statistik werden private Haushalte befragt, für die Beschäftigtenzahl hingegen Unternehmen und Behörden. Die US-Stundenlöhne stiegen um lediglich 0,1 Prozent oder 0,03 Dollar auf 26,39 Dollar. Ökonomen hatten ein Plus von 0,2 Prozent erwartet. Im Jahresvergleich lagen die Löhne um 2,5 Prozent höher.

Fed-Chefin Janet Yellen betont bei jeder Gelegenheit, dass die US-Wirtschaft stark genug sei für eine weitere Straffung der Geldpolitik. Investoren zweifeln aber, ob die Fed angesichts der zuletzt schwächeren Konjunkturdaten ihren Kurs fortsetzen kann; am Terminmarkt ist für dieses Jahr keine Zinserhöhung mehr eingepreist.

Quelle: ntv.de, jwu/DJ