Wirtschaft

Optimistische Prognosen US-Wirtschaft bricht ein wie seit 1946 nicht

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Gestützt von gigantischen Konjunkturpaketen und der Notenbank-Politik wird die US-Wirtschaft wohl rasch die Corona-Krise überwinden.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Der weltgrößte Volkswirtschaft hat im vergangenen Jahr Federn lassen müssen wie seit fast einem Dreivierteljahrhundert nicht. Mit mächtigen Konjunkturpaketen stemmt sich die Regierung gegen den Abschwung - mit Erfolg. Ökonomen erwarten, dass die Wirtschaft schon im Herbst Vorkrisenniveau erreicht.

Die US-Wirtschaft ist im vergangenen Jahr wegen der Corona-Krise um 3,5 Prozent eingebrochen. Das war der stärkste Rückgang der Wirtschaftsleistung seit 1946, wie aus den Daten US-Regierung hervorging. Es handelte sich dabei um die erste Schätzung der Wirtschaftsentwicklung im vergangenen Jahr. 

Im vierten Quartal wuchs die weltgrößte Volkswirtschaft demnach aufs Jahr hochgerechnet um 4 Prozent. In der in Deutschland üblichen Betrachtungsweise entspräche das im Vergleich zum vorigen Vierteljahr umgerechnet einem Wachstum von etwa 1 Prozent. 

Die Coronavirus-Pandemie bestimmte 2020 auch in den USA die wirtschaftliche Entwicklung. Das zweite Quartal fiel aufgrund der Zuspitzung der Pandemie und weitreichenden Lockdowns verheerend aus, im dritten Quartal erholte sich die Wirtschaft wieder deutlich. Das schwache Wachstum in den Monaten Oktober bis Dezember verbunden mit anhaltend hoher Arbeitslosigkeit lässt allerdings erkennen, dass die wirtschaftliche Erholung zuletzt ins Stocken geraten ist.

"Damit kamen die Vereinigten Staaten trotz des chaotischen Corona-Managements der Trump-Administration in wirtschaftlicher Hinsicht bislang besser durch die Pandemie als beispielsweise Deutschland, das Vereinigte Königreich oder Japan", sagte Dirk Chlench von der LBBW. Für das laufende Jahr erwartet die Bank ein Plus von 3,6 Prozent. "Die US-Konjunktur wird im ersten Quartal durch das Ende Dezember 2020 verabschiedete Rettungspaket im Volumen von rund 900 Milliarden Dollar einen Schub erhalten. Zudem gehen wir davon aus, dass es dem neugewählten US-Präsidenten Joe Biden gelingen wird, seinen Rettungsplan, dessen Volumen sich auf 1,9 Billionen US-Dollar beläuft, durch den US-Kongress zu bekommen."

Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe erwartet, dass die US.Wirtschaft mit starker starker Unterstützung durch die Geld- und vor allem die Fiskalpolitik, schon im Herbst ihr Vorkrisenniveau erreicht haben wird. Allerdings bleibe der Arbeitsmarkt "weiterhin tief im Schatten".

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/rts

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