Wirtschaft

Eingefrorene Vermögenswerte USA bereiten Nordstream-2-Sanktionen vor

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Ein Schiff von Allseas verlegt im November 2018 vor Rügen Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2.

(Foto: picture alliance/dpa)

Republikaner und Demokraten sind sich in den USA nur noch selten einig. Die deutsch-russische Gaspipeline Nordstream 2 lehnen aber beide Seiten genauso wie US-Präsident Trump ab. Unternehmen und Schiffe, die am Bau beteiligt sind, sollen nun bestraft werden.

Die USA bereiten Sanktionen gegen die Gaspipeline Nordstream 2 vor. Zwei Senatoren würden kommende Woche Strafmaßnahmen gegen den Bau der Gaspipeline in der Ostsee zwischen Russland und Deutschland einbringen, sagte eine anonyme Quelle, die mit dem Vorgang vertraut ist, der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach dürfe kein Schiff, das am Bau beteiligt ist, die USA anlaufen. Vermögenswerte in den USA von Beteiligten sollten eingefroren werden.

Sowohl Republikaner als auch oppositionelle Demokraten lehnen Nordstream 2 ab. US-Präsident Donald Trump hat das Projekt ebenfalls mehrfach kritisiert. Die Bundesregierung hatte Sanktionen als schweren Eingriff in innere Angelegenheiten verurteilt.

Vergangenes Jahr hatte sich die niederländisch-schweizer Firma Allseas wegen des US-Drucks vom Bau zurückgezogen. Seitdem stellt ein russischer Pipeline-Verleger die fehlenden 160 Kilometer fertig. Nord Stream 2 ist die zweite Ostsee-Pipeline zwischen Russland und Deutschland. Die Trump-Regierung begründet die Ablehnung mit der Furcht, dass Europäer sich von russischen Lieferungen abhängig machen würden. Zugleich wollen die USA eigenes Erdgas nach Europa verkaufen.

Hinter dem Pipeline-Projekt steht der russische Staatskonzern Gazprom, der die Hälfte der geplanten Gesamtkosten von 9,5 Milliarden Euro stemmen soll. Die andere Hälfte finanzieren fünf europäische Energieunternehmen, wie Wintershall Dea, OMV sowie Uniper, Royal Dutch Shell und Engie.

Quelle: ntv.de, chr/rts