Wirtschaft

Gespräche mit China verlängert USA wecken Hoffnung auf Einigung

RTSJGCC.jpg

Noch herrscht im Streit zwischen den USA und China keine klare Sicht - aber es klart etwas auf.

(Foto: REUTERS)

Es sind keine Verhandlungen auf höchster Ebene. Doch die Delegationen aus Washington und Peking kommen sich bei der Suche nach einer Lösung im Handelsstreit näher. Auch wenn sich eine Einigung noch nicht abzeichnet, bei Anlegern wächst der Optimismus.

Die Handelsgespräche zwischen den USA und China werden verlängert. US-Unterhändler Steven Winberg sagte in Peking, die Gespräche seien bislang gut verlaufen. Deswegen werden beide Seiten morgen erneut zusammenkommen. Inhaltliche Details wurden zunächst nicht bekannt. US-Präsident Donald Trump twitterte, die Verhandlungen kämen gut voran. Eine US-Delegation mit Vertretern des Handels- und Finanzministeriums, des Landwirtschafts- und des Energieressorts verhandelt in Peking mit chinesischen Regierungsvertretern.

Laut den informierten Personen haben sich die Differenzen zwischen beiden Parteien etwas verringert, Fortschritte gebe es etwa bei Fragen, die den Kauf von US-Produkten und Dienstleistungen beträfen. Eine Einigung sei aber noch nicht in Sicht. An den Börsen kamen die Meldungen gut an. Die Wall Street eröffnete fester.

Zuvor war bekannt geworden, dass China den USA mit einer weiteren Öffnung des Agrarmarktes entgegenkommt. Erstmals seit anderthalb Jahren erteilte die chinesische Regierung wieder Importzulassungen für gentechnisch veränderte Pflanzensorten. "Es ist eine Geste des guten Willens zur Lösung der Handelsfrage", sagte ein Vertreter eines US-Agrarverbandes.

Die USA fordern seit längerem eine größere Öffnung Chinas für landwirtschaftliche Produkte und sind der größte Exporteur von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen. China ist der größte Importeur von Sojabohnen und Raps aus diesem Bereich.

Zu Wochenbeginn hatten China und die USA ihre ersten direkten Handelsgespräche aufgenommen, seit US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping im Dezember eine 90-tägige Pause im Zollstreit vereinbart hatten. US-Handelsminister Wilbur Ross hatte sich zuversichtlich gezeigt: Es gebe eine "sehr gute Aussicht", eine Einigung zu erreichen, sagte er. Der Handelsstreit habe die chinesische Wirtschaft "mit Sicherheit getroffen".

Die USA werfen China unfaire Handelspraktiken und Diebstahl geistigen Eigentums vor. Im Zuge des Konflikts haben sich beide Seiten mit Strafzöllen überzogen. Zuletzt bekräftigten sie aber ihre Bereitschaft zu einer Einigung.

Quelle: n-tv.de, jwu/DJ/rts/AFP

Mehr zum Thema