Wirtschaft

"Müssen nichts mehr beweisen" Ufo verzichtet auf Streik-Verlängerung

imago95035589h.jpg

Germanwings beschäftigt etwa 1400 Mitarbeiter.

(Foto: imago images/Ralph Peters)

Der Streik der Flugbegleiter trifft Germanwinge erfolgreich: Nur 20 von 220 planmäßigen Flügen seien gestartet, sagt ein Sprecher der Gewerkschaft Ufo und verspricht, dass der Ausstand wie geplant in der Nacht endet.

Die Lufthansa-Tochter Germanwings kann ab Donnerstag wieder wie geplant abheben: Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo verzichtet darauf, ihren Streik zu verlängern. "Wir werden den Streik wie geplant am Mittwoch beenden", sagte ein Gewerkschaftssprecher. Die Aktion habe dazu geführt, dass nur 20 von 220 planmäßigen Flügen gestartet seien. Der Ausstand der Kabinengewerkschaft hatte am Montag begonnen und sollte drei Tage dauern. Zwischenzeitlich hatte Ufo eine Verlängerung angedroht.

Wie bereits an den Vortagen mussten Tausende Passagiere auch am Neujahrstag bundesweit Einschränkungen hinnehmen. Aus einer aktuellen Übersicht auf der Internetseite von Eurowings geht hervor, dass mehr als 70 Flüge ausfallen.

"Wir müssen erstmal nichts mehr beweisen", sagte der Ufo-Sprecher mit Verweis auf die ausgefallenen Flüge. Am kommenden Sonntag werde es ein gewerkschaftsinternes Treffen geben, um das weitere Vorgehen zu beraten. Bis zuletzt habe es keine Gespräche mehr mit der Arbeitgeberseite gegeben.

Ufo kritisiert fehlende Perspektive

Germanwings ist mit rund 30 Flugzeugen und etwa 1400 Mitarbeitern für Eurowings unterwegs, soll aber mit dem Eurowings-Flugbetrieb verschmolzen werden. Das Management gebe den Mitarbeitern keine klare Perspektive für die Zukunft ihres Flugbetriebs, hatte Ufo-Vize Daniel Flohr kritisiert.

Offizieller Streikgrund sind Regelungen zur Teilzeit für Kabinenbeschäftigte, die laut Ufo unerfüllt sind. Germanwings hatte den Beschäftigten die Teilzeitregelungen der Lufthansa angeboten. Ufo lehnte aber ab, weil sie eigene Tarifregelungen zur Teilzeit will. Eurowings betrachtet den Streik als unangemessen.

Quelle: ntv.de, chr/dpa/rts