Wirtschaft

2G wird Pflicht United Airlines kündigt 600 Impf-Verweigerern

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United Airlines war Anfang August die erste US-Fluggesellschaft, die Covid-19-Impfungen für alle inländischen Beschäftigten vorschrieb.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Wer sich bei United Airlines nicht gegen Covid-19 impfen lässt, muss ab sofort mit einer unmittelbaren Kündigung rechnen. "Dies war eine unglaublich schwierige Entscheidung", sagt die Unternehmensleitung der US-Fluggesellschaft, doch es gehe um den "Schutz aller".

Die US-Fluggesellschaft United Airlines will fast 600 Mitarbeiter entlassen, die sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen wollen und keine gesundheitliche oder religiöse Ausnahmegenehmigung haben. "Dies war eine unglaublich schwierige Entscheidung, aber die Sicherheit unseres Teams hatte für uns immer oberste Priorität", teilen Unternehmenschef Scott Kirby und Präsident Brett Hart den Mitarbeitern zu der Entscheidung mit.

Die betroffenen Beschäftigten könnten ihren Arbeitsplatz noch retten, wenn sie sich vor dem offiziellen Kündigungsgespräch impfen lassen. Das Unternehmen war Anfang August die erste US-Fluggesellschaft, die Covid-19-Impfungen für alle inländischen Beschäftigten vorschrieb. Bis zu diesem Montag wurde der Nachweis der Impfung verlangt.

Fast alle in der Belegschaft hätten sich daran gehalten, erklärte die Airline, die rund 67.000 Menschen beschäftigt. Jedoch hätten sich 593 Beschäftigte grundsätzlich geweigert, sich impfen zu lassen. Etwa 2000 Mitarbeiter hätten zudem aus medizinischen oder religiösen Gründen eine Ausnahme beantragt, teilte das Unternehmen mit. Die Fluggesellschaft hatte geplant, Mitarbeiter, die eine religiöse Ausnahmegenehmigung erhalten haben, ab dem 2. Oktober in einen vorübergehenden, unbezahlten Urlaub zu schicken. Diese Pläne wurden jedoch aufgrund einer Klage, die diese Politik anfechtet, bis zum 15. Oktober auf Eis gelegt.

Die Impfung werde künftig eine Einstellungsvoraussetzung für neue Beschäftigte sein, kündigte ein Unternehmenssprecher an. United plane, in den nächsten Jahren etwa 25.000 neue Mitarbeiter einzustellen. Auch für Studenten der Pilotenschule soll eine Impfung obligatorisch werden, sagte die Sprecherin.

Das Unternehmen wies indes die Behauptung zurück, die Impfpflicht schrecke Bewerber für eine Stelle bei der Fluggesellschaft ab. Auf einer Karrieremesse in Denver im vergangenen Monat erhielt United nach eigenen Angaben 700 Bewerbungen für etwa 400 Stellenausschreibungen. Ebenso seien mehr als 20.000 Bewerbungen für etwa 2.000 offene Stellen für Flugbegleiter eingegangen, sagte der Sprecher.

Quelle: ntv.de, hek/rts

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