Wirtschaft

Alle alten Stromer müssen raus VW bietet E-Golf zum Kampfpreis an

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Mit der staatlichen Förderung ergibt sich ein Endpreis von etwas mehr als 20.000 statt bislang 31.900 Euro.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

VW wirft alle älteren E-Modelle mit hohen Rabatten raus. Erstmals ist der E-Golf dadurch billiger zu haben als der Benziner-Golf. Offenbar will VW Platz schaffen für die nächste E-Generation. Die Markteinführung des ID.3 steht unmittelbar bevor.

Der Autobauer VW scheint seine älteren E-Modelle noch schnell losschlagen zu wollen. Laut der jüngsten Rabattstudie des CAR-Instituts der Universität Essen-Duisburg wird der batteriegetriebene E-Golf derzeit mit hohen Abschlägen in den Markt gedrückt. Internethändler sollen die Autos - inklusive staatlicher Förderung - zu einem "Schnäppchenpreis" von knapp über 20.000 Euro anbieten.

Das bislang für 31.900 Euro angebotene Elektroauto liegt damit unter dem Listenpreis des günstigsten Verbrenner-Golfs. Als Grund für die Rabattaktion vermutet Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer die bevorstehende Markteinführung des E-Modells ID.3. Der komplett neuentwickelte Stromer soll mit seiner höheren Reichweite von rund 300 Kilometern für rund 30.000 Euro angeboten werden, sodass der bisherige E-Golf mit 233 Kilometern Reichweite nicht mehr konkurrenzfähig ist.

Ein Verkaufsschlager war der VW E-Golf sowieso noch nie. Das Auslaufmodell erreichte laut Institutsangaben in den ersten acht Monaten dieses Jahres einen Anteil von lediglich 3,6 Prozent aller in Deutschland verkauften Golf-Varianten. Laut Kraftfahrt-Bundesamt wurde der E-Golf im August 380-mal neu zugelassen. Damit rangierte das Modell hinter dem BMW i3 (987), Renault Zoe (777) und Hyundai Kona Elektro (441) auf Platz vier der Top-Elektroautos nach Neuzulassungen im August. Insgesamt wurden im August 5001 Elektroautos zugelassen.

"Sowohl der E-Golf als auch die Plug-in-Version GTE waren Verkaufsflops", sagt Dudenhöffer. Der neue VW ID.3 werde bereits in Zwickau produziert, nächstes Jahr komme er zu den Händlern. "Dass VW es eilig hat, die Fahrzeuge aus dem Angebot nimmt, hat also Sinn."

Quelle: n-tv.de, ddi/dpa

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