Wirtschaft

Höchstens 25 Prozent VW prüft Porsche-Börsengang

Nur ein Teil und nicht in diesem Jahr - der Autohersteller Volkswagen denkt einem Bericht zufolge über einen Börsengang seiner Sportwagen-Tochter Porsche nach. Der Konzern könnte somit bis zu 25 Milliarden Euro einnehmen und den Umbau vorantreiben.

Europas größter Autobauer Volkswagen denkt angeblich wieder stärker über einen möglichen Börsengang seiner Sportwagentochter Porsche nach. Das Unternehmen erwäge Möglichkeiten, den Börsenwert des Konzerns zu erhöhen, dazu gehöre mittelfristig auch eine Erstnotiz des Gewinnbringers Porsche, schrieb das "Manager Magazin" unter Berufung auf Konzerninsider. Allerdings werde VW in einem solchen Fall höchstens 25 Prozent der Anteile abgeben.

VW Vorzüge
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Für ein solches Paket kalkuliere man mit einem möglichen Wert von 20 Milliarden bis 25 Milliarden Euro. Ein nicht namentlich benanntes Mitglied der Konzernspitze verwies laut dem Magazin aber darauf, dass es jedenfalls in diesem Jahr damit nichts mehr werde. Volkswagen teilte mit, man kommentiere die Gerüchte um einen Börsengang von Porsche nicht.

Investoren spekulieren schon seit Jahren, dass die Ertragsperle Porsche vom Konzern zu Geld gemacht werden könnte, das die Wolfsburger angesichts des Umbruchs in der Branche gut gebrauchen könnten. Analysten zufolge kommt der Wert der Stuttgarter Tochter im Volkswagen-Konzern nicht recht zur Geltung. Volkswagen hatte Porsche im August 2012 komplett übernommen, nachdem drei Jahre zuvor eine Übernahme des Wolfsburger Konzerns durch den deutlich kleineren Sportwagenbauer gescheitert war.

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VW-Chef Herbert Diess hat seit langem als Ziel ausgerufen, den Börsenwert von Volkswagen deutlich steigern zu wollen. 2019 brachte VW bereits die Nutzfahrzeugholding Traton an die Börse. Neue Nahrung hat das Thema am Markt auch bekommen, nachdem der Auto- und Lkw-Bauer Daimler eine Aufspaltung angekündigt und damit unter Investoren Begeisterung ausgelöst hatte.

Volkswagen und andere traditionelle Autokonzerne geraten bei Investoren zunehmend ins Hintertreffen im Vergleich mit dem US-Elektroautopionier Tesla, der inzwischen dreimal so viel Börsenwert auf die Waage bringt wie Volkswagen, Daimler und BMW zusammen.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa