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Noch besser auf dem Track Porsche 911 GT3 - Super-Sauger ist zurück

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Der neue 911 GT3 dürfte erneut als einer der schnellsten straßenzugelassenen Sportwagen in die Annalen eingehen.

(Foto: Porsche)

Vor drei Jahren wurde der 911 GT3 eingestellt. Jetzt können Sportfahrer und Puristen frohlocken, denn Porsche hat die Track-Rakete mit der mächtigen Frittentheke am Heck mit 510 PS neu aufgelegt und damit einen Super-Sauger ins Rennen geschickt, der die Nordschleife in knapp sieben Minuten umläuft.

Vor allem Freunde der Rundstrecke und Puristen verehren den Porsche 911 GT3. Und damit die Freude noch größer wird, haben die Zuffenhausener für das Frühjahr eine Neuauflage in der Pipeline. Wie in den Vorgängerversionen fällt der straßenzugelassene Porsche-Rennwagen durch seinen mächtigen Schwanenhals-Heckflügel, große Luftöffnungen am Bug und eine Auspuffanlage mit zwei zentral positionierten Endrohren auf. Im Vergleich zur 2018 eingestellten Vorgängerversion bietet der unverändert im Heck untergebrachte 4,0-Liter-Boxermotor eine um auf 510 PS und 470 Newtonmeter gesteigerte Leistung. Wie bisher ist ein Hochdrehen auf 9000 Touren möglich.

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In 3,4 Sekunden beschleunigt der Porsche 911 GT3 aus dem Stand auf 100 km/h.

(Foto: Porsche)

Wer es darauf anlegt, kann die trotz einer aufwendigeren Abgasreinigung auf 1418 Kilogramm runtergehungerte Flügel-Flunder in 3,4 Sekunden aus dem Stand auf 100 und in 10,8 Sekunden auf 200 km/h treiben. Maximal wird der klassisch heckgetriebene GT3 knapp 320 km/h schnell. Alternativ zum Sechsgang-GT-Handschaltgetriebe mit Zwischengasfunktion ist die siebenstufige Doppelkupplungs-Automatik PDK bestellbar. Während bei den meisten 911er-Versionen die Einbauquote für manuelle Schaltungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegt, rechnet Porsche beim GT3 mit einem Anteil von 40 Prozent.

Mehr Präzision

Der neue GT3 ist Porsches erstes Serienmodell mit einer ursprünglich für den Le-Mans-Sieger 911 RSR konstruierten Doppelquerlenker-Vorderachse. Zwar sorgt diese Konstruktion für ein paar zusätzliche Kilo, doch im Gegenzug versprechen die Ingenieure ein besseres Einlenkverhalten und deutlich mehr Präzision. Neue Stoßdämpfer sollen bei gleichzeitig mehr Komfort ebenfalls eine bessere Rennstrecken-Performance bieten. Bereits die Hinterradlenkung sorgte beim Vorgänger und nun auch bei der Neuauflage für mehr Präzision und Kurvenstabilität.

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Porsche rechnet damit, dass sich 40 Prozent der Kunden eines 911 GT3 für einen Handschalter entscheiden.

(Foto: Porsche)

Für die sorgt auch das neue Aerodynamik-System, das laut Porsche in der für den Straßenverkehr unzulässigen Track-Justierung bis zu 50 Prozent mehr Abtrieb bei unverändert hohem Luftwiderstand im Vergleich zum Vorgänger sorgt. Wichtig war dabei auch die Beibehaltung der Schwanenhals-Führung des Heckflügels, was das "Aufhängen" an der Oberseite ermöglicht, da der Druck vornehmlich an der Unterseite erzeugt wird, die in diesem Fall keine störenden Stege aufweist.

20,6 Kilometer in 6:55,2

In der Summe sollen die Maßnahmen im Rennstreckeneinsatz im Vergleich zum Vorgänger deutliche Vorteile bringen und den GT3 in den exklusiven Sub-Seven-Club der Nordschleife katapultieren. Laut Porsche wurde die Neuauflage auf der legendären Rennstrecke des Nürburgrings im kürzeren 20,6-Kilometer-Loop mit 6:55,2 Minuten gemessen. Das sind 17 Sekunden weniger als beim Vorgänger. Bislang gibt es zudem nur sechs straßenzugelassene Modelle von Mercedes, Radical, Lamborghini und Porsche, die schneller waren.

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Mit mindestens 150.000 Euro ist der Porsche 911 GT3 weit von einem Schnäppchen entfernt.

(Foto: Porsche)

Dass der GT3 auf Pisten-Performance getrimmt wurde, zeigt sich auch an anderer Stelle. So wurden neue Schmiederäder mit Zentralverschluss sowie deutlich größer dimensionierte und zugleich leichtere Bremsscheiben entwickelt, die jeweils einen Beitrag zur Senkung der ungefederten Massen leisten. Ebenfalls einige Kilos wurden bei der Leichtbau-Sportauspuffanlage, der Lithium-Ionen-Starterbatterie oder durch den vermehrten Einsatz von kohlefaserverstärkten Kunststoffen gespart.

Neu beim GT3 ist das Vorderachs-Liftsystem mit "Smart Lift"-Memoryfunktion. Erstmals können zudem straßenzugelassene Rundstreckenreifen bestellt werden. Speziell für den Rennstreckeneinsatz bietet Porsche ein Clubsport-Paket, das einen Sechspunktgurt für den Fahrer, Überrollkäfig, Feuerlöscher und Batterietrennschalter umfasst. Anders als die optionalen Carbon-Keramik-Bremsen ist dieses Paket ohne Aufpreis. Apropos: Preise für den neuen GT3 nennt Porsche noch nicht, doch dürften diese im Vergleich zum rund 152.000 Euro teuren Vorgänger spürbar anziehen.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x