Wirtschaft

Auch wegen Coronavirus-Pandemie Vapiano stellt Antrag auf Insolvenz

Probleme gab es wohl schon länger. Doch erst die Folgen der Coronavirus-Pandemie sorgen für das endgültige Aus: Die Restaurantkette Vapiano, in Deutschland mit 55 Filialen vertreten, will ein Insolvenzverfahren eröffnen lassen.

Wegen der Coronavirus-Krise stellt die ohnehin angeschlagene Restaurantkette Vapiano beim Amtsgericht Köln einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Das habe der Vorstand der Vapiano SE entschieden, teilte das Unternehmen mit. Zugleich werde geprüft, ob Insolvenzanträge für Tochtergesellschaften der Vapiano-Gruppe gestellt werden müssten.

Das Unternehmen hatte am 20. März seine Insolvenz mitgeteilt und erklärt, der Insolvenzgrund der Zahlungsunfähigkeit sei aufgrund des drastischen Umsatz- und Einnahmenrückgangs eingetreten. Zugleich hatte das Unternehmen einen "dringenden Appell an die Bundesregierung zur schnellen Umsetzung der wirtschaftlichen Hilfen in der Covid-19-Krise" gerichtet. Damit hoffte der Vorstand, den innerhalb einer Frist von drei Wochen gebotenen Insolvenzantrag doch noch abwenden zu können.

Signifikant gestiegener Liquiditätsbedarf

Nun teilte Vapiano SE mit, es sei keine Lösung für den zuletzt aufgrund der Covid-19-Krise nochmals signifikant gestiegenen Liquiditätsbedarf von insgesamt zusätzlich rund 36,7 Millionen Euro gefunden worden. "Insbesondere konnte keine abschließende Einigung mit den finanzierenden Banken und wesentlichen Aktionären über die Beiträge zu der angestrebten umfassenden Finanzierungslösung erzielt werden", schrieb Finanzvorstand Lutz Scharpe in der Pflichtmitteilung für die Börsen. Mangels Einigung über eine solche Finanzierungslösung hätten auch die in Aussicht stehenden Finanzmittel aus staatlichen Covid-19-Unterstützungsprogrammen nicht beantragt werden können.

Sämtliche durch die Vapiano SE betriebenen Restaurants blieben wegen der Corona-Krise weiterhin bis auf Weiteres geschlossen, hieß es weiter. Deutsche und internationale Franchisenehmer seien aber von der Insolvenz der Vapiano SE unmittelbar nicht betroffen. Die Vapiano SE betreibt weltweit eigenen Angaben zufolge 230 Restaurants, in Deutschland 55.

Quelle: ntv.de, bad/dpa

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