Wirtschaft

Trotz Scheitern der Verhandlungen Verdi will weiter um Tengelmann kämpfen

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Einige Kaiser's Märkte dürften Käufer finden und weitergeführt werden. Für viele Filialen wird allerdings bald das bittere Ende kommen.

(Foto: dpa)

Tengelmann-Eigner Haub hat sich entschlossen: Die defizitäre Supermarktkette Kaiser's wird zerschlagen. Weitere Verhandlungen mit den Rivalen Edeka und Rewe soll es nicht geben. Doch die Gewerkschaft will weitere Vermittlungsversuche starten.

Die Gewerkschaft Verdi hofft trotz des Abbruchs der Spitzengespräche um Kaiser's Tengelmann weiter auf eine Rettung der angeschlagenen Supermarktkette. "Verdi wird auch jetzt noch alles daran setzen, eine Zerschlagung des Unternehmens zu verhindern", erklärte Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

"Wir erwarten, dass alle Beteiligten dazu ihren Beitrag leisten, auf der Basis der Ministererlaubnis und damit der Tarifverträge zu einer Lösung zu finden", appellierte die Gewerkschafterin an Edeka, Tengelmann und Rewe. "Es laufen noch Gespräche zwischen uns und den beteiligten Unternehmen", sagte eine Verdi-Sprecherin.

In Branchenkreisen hatte es allerdings geheißen, es sei nicht zu erwarten, dass doch noch eine Lösung gefunden werde. Die Atmosphäre zwischen den Supermarktketten sei völlig vergiftet. Edeka, Rewe und Tengelmann hatten die von Verdi vermittelten Gespräche über eine Zukunft für Kaiser's Tengelmann am Donnerstagabend für gescheitert erklärt.

Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub wollte Kaiser's Tengelmann an Edeka verkaufen, die Transaktion scheiterte letztlich aber am Veto des Oberlandesgerichts Düsseldorf. Unter anderem Rewe hatte dort geklagt.

Quelle: n-tv.de, mbo/rts

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